Helene Fischer – hier jüngst bei ihrem Überraschungskonzert bei Trigema in Burladingen– trieb 2018 mit ihren Alben die Verkaufszahlen nach oben Foto: dpa

Heute, am 29. Oktober, sind Matthias Reim und Julia Lindholm Gäste beim Treffpunkt Foyer der „Stuttgarter Nachrichten“ in der Liederhalle. Ein wichtiges Thema dabei: Der rasante Wandel in der Musikindustrie

Stuttgart - Heute, am 29. Oktober, sind der Schlagerstar Matthias Reim und die Newvomerin Julia Lindholm Gäste beim Treffpunkt Foyer der „Stuttgarter Nachrichten“ in der Liederhalle Stuttgart. Ein wichtiges Thema dabei: Der rasante Wandel in der Musikindustrie. Beginn im Mozartsaal ist um 19.30 Uhr (Saalöffnung: 18.45 Uhr). Der Eintritt ist frei, eine kurzfristige Anmeldung ist noch bis 16 Uhr möglich – Senden Sie einfach eine e-Mail an nikolai.forstbauer@stuttgarter-nachrichten.de.Matthias Reim verspricht: „Ich bringe meine Gitarre mit.“

Streaming-Zuwachs um 34 Prozent

Wir sind von Musik umgeben, hören einen beachtlichen Teil des Tages Musik unterschiedlichster Stile. Immer seltener ist dabei die bewusste Entscheidung für Musik auch eine Entscheidung für die CD oder gar die Vinyl-Platte. „Die Musikindustrie“, schreibt Florian Drücke, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes Musikindustrie, „steht 2019 auf einem fester werdenden Sockel des Digitalmarktes“. Anders ausgedrückt: Noch nicht gänzlich stabil, ist der Digitalmarkt schon Hoffnungsträger. Drückes Botschaft ist klar: „2018 reichte ein deutlicher Streaming-Zuwachs von rund 34 Prozent zum zweiten Mal in Folge nicht, um die Umsatzverluste bei der CD zu kompensieren.“

Mehr und schneller

Was aber macht das Streaming überhaupt so reizvoll? Die Definition deutet es an: „Während der traditionelle Hörfunk analoge Signale aussendet“, heißt es da, „operiert Streaming Audio mit digitalisierten Daten; diese Signale werden in ein spezielles Format gewandelt, das in Datenpakete zerlegt und über ein Netzwerk übertragen werden kann; eine solche Folge von zusammengehörenden Datenpaketen bezeichnet man als Stream“.

Musik überall

Vor allem in den Bereichen „Pop national“ und „Pop international“ sind die Umsätze über Streaming 2018 stark angestiegen – Hinweis darauf, dass die Mehrheit der Hörerinnen und Hörer die Streaming-Angebote über Alexa & Co. immer mehr in ihren Alltag integrieren.

Abonnement-Markt wächst

Nach Jahren digitaler Umsonst-Kultur, zeigt der Musikmarkt einen Trendwechsel. Um sieben Prozent ist von 2017 zu 2018 der Anteil digitaler Premium-Abonnements gestiegen – auf 21 Prozent. Für 2019 deutet sich ein ähnliches Wachstum an. Einmal zahlen, um nahezu alles in individualisierter Angebotsform hören zu können – dies scheint aktuell der Kundenwunsch.

Deutschsprachige Musik 2018 auf Zehn-Jahres-Hoch

Und was wird vor allem gehört? Spannend in Zusammenhang mit unserem Treffpunkt Foyer-Abend mit Matthias Reim und Julia Lindholm: 2018 erreichte der Umsatz mit deutschsprachigen Alben ein Zehn-Jahres-Hoch. Wachstumsbereich ist hier vor allem der HipHop. Umsatzkönigin und damit auch Motor des Booms: Helene Fischer. Schon dies deutet an, dass die offiziell 4,2 Prozent Umsatzanteil, die der Verband der Deutschen Musikindustrie dem Segment „Schlager“ zurechnet, einer sehr engen Definition ­ geschuldet sind.

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