Während in der Landespolitik die Nachricht von seiner geplanten Hochzeit vor der Wahl für Gesprächsstoff sorgt, hält sich der grüne Spitzenkandidat Cem Özdemir demonstrativ zurück.
Was Cem Özdemir offiziell zu seiner geplanten Hochzeit mit seiner Partnerin Flavia Zaka noch im Februar in Tübingen sagt? Nur einen Satz: „Die Trauung findet im kleinsten Kreis statt.“ Nur damit lässt sich der Spitzenkandidat der Grünen um das Amt des Ministerpräsidenten zu dieser privaten Angelegenheit zitieren.
Mehr will er nicht sagen. Weitere Details, etwa zum Termin der Trauung, nennt Özdemir nicht. Auch zu Spekulationen, warum die Hochzeit ausgerechnet in die heiße Phase des Wahlkampfs fällt, ob es sich dabei also um ein Wahlkampfmanöver handelt, wie Kritiker sagen, äußert er sich nicht.
Seine Sprecherin dagegen sagt etwas mehr. Die Trauung werde vom Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer vorgenommen, einem langjährigen Freund der Familie, erklärt sie auf unsere Anfrage. Eine größere Feier mit Freunden und Familie sei zu einem späteren Zeitpunkt im Jahr geplant. Zugleich bittet sie darum, „die Privatsphäre des Paares bei diesem für sie so bedeutenden Ereignis zu respektieren“. Aus Gründen der Privatsphäre will sie nicht bestätigen, dass der Trauungstermin am kommenden Samstag, also am Valentinstag, ist.
Seit zwei Jahren sind die beiden ein Paar
Dass das Thema politische Wellen schlägt, liegt an dem Zeitpunkt der Trauung. Sollen schöne Fotos vom glücklichen Paar bei der Hochzeit für mehr Wählerstimmen sorgen? Özdemir und seine rund 20 Jahre jüngere Partnerin, eine in Kanada geborene Juristin, sind seit zwei Jahren ein Paar. In den vergangenen Monaten zeigten sich die beiden wiederholt gemeinsam in der Öffentlichkeit – ob beim Volksfest oder auf dem Presseball. Dabei wirkten sie vertraut und eng verbunden.
Aus dem familiären Umfeld heißt es, dass sich Özdemirs Kinder gut mit der neuen Partnerin verstehen sollen. Der sonst so redselige Spitzenkandidat der Grünen belässt es, was seine Hochzeitspläne angeht, bei einem einzigen Satz.