Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn war am Freitagmorgen der erste, der sich in das Kondolenzbuch zu Ehren des verstorbenen Alt-OBs Manfred Rommel eintrug. Foto: www.7aktuell.de | Florian Gerlach

Groß ist die Trauer um Manfred Rommel: Im Stuttgarter Rathaus und in den Bezirksrathäusern liegen Kondolenzbücher aus. Die Trauerfeier wird am 14. November in der Stiftskirche stattfinden. Beigesetzt wird der Alt-OB auf dem Ostfilderfriedhof in Sillenbuch. Der Faschingsauftakt am Montag ist abgesagt.

Groß ist die Trauer um Manfred Rommel: Im Stuttgarter Rathaus und in den Bezirksrathäusern liegen Kondolenzbücher aus. Die Trauerfeier wird am 14. November in der Stiftskirche stattfinden. Beigesetzt wird der Alt-OB auf dem Ostfilderfriedhof in Sillenbuch. Der traditionelle Faschingsauftakt am Montag auf der Rathaustreppe ist abgesagt.

Stuttgart - 22 Jahre war er Oberbürgermeister von Stuttgart - Manfred Rommel hat seine Stadt geprägt. Entsprechend groß sind die Trauer und Anteilnahme, die die Nachricht seines Todes nach langer Krankheit am Donnerstag hervorgerufen hat. Rommels Nachfolger, der Grünen-Politiker Fritz Kuhn, war am Freitagmorgen der Erste, der sich in das im Rathaus ausliegende Kondolenzbuch eintrug. Ihm folgten die Bürgermeister - darunter Michael Föll, Matthias Hahn, Susanne Eisenmann und Werner Wölfle - und Fraktionsvorsitzenden der im Gemeinderat vertretenen Parteien sowie die Stadträte aller Parteien.

Kuhn schrieb:

"In tiefer Trauer um den Tod Manfred Rommels schreibe ich diese Zeilen.

Manfred Rommel hat über zwei Jahrzehnte die Geschicke unserer Stadt mit Klugheit und Weitsicht gelenkt.

Sein Liberalismus, seine Weltoffenheit und seine Integrationspolitik werden uns ebenso immer in Erinnerung bleiben wie sein menschlicher Humor.

Manfred Rommel hat sich um Stuttgart verdient gemacht. Ich spreche seiner Frau und Familie mein tief empfundenes Beileid aus.

Fritz Kuhn"

Kondolenzbuch liegt auch am Wochenende aus

Das Kondolenzbuch im Rathaus liegt über das Wochenende von 9 bis 17 Uhr und die gesamte nächste Woche von 8 bis 18 Uhr aus, wie die Stadt Stuttgart mitteilte. Auch in den Bezirksrathäusern kann man sich in Kondolenzbücher eintragen - allerdings nicht am Wochenende.

Bereits am Freitag hatten sich Hunderte Bürger mit einem Eintrag in eines der ausgelegten Bücher in den Rathäusern und online von Alt-OB Rommel verabschiedet.

Kuhn hatte für das Stuttgarter Rathaus und die Bezirksrathäuser Trauerbeflaggung angeordnet. Die Fahnen wehen bis zur Trauerfeier auf Halbmast. Diese wird am 14. November in der Stiftskirche stattfinden. Während in der evangelischen Hauptkirche  am Schillerplatz nur geladene Gäste Abschied nehmen, wird der Gottesdienst zeitgleich in der katholischen Eberhardkirche in der Königstraße auf einer Videoleinwand übertragen.

Auf der Trauerfeier werden neben Ministerpräsident Winfried Kretschmann auch der amtierende Oberbürgermeister Fritz Kuhn (beide Grüne) und Rommels direkter Nachfolger Wolfgang Schuster (CDU) sprechen. Die Predigt hält der evangelische Landesbischof Frank Otfried July. Über weitere Einzelheiten des Programms will die Stadt Anfang kommender Woche informieren.

Traditioneller Faschingsauftakt entfällt

Aufgrund des Trauerfalls hat das Präsidium des Fest-Komitees Stuttgarter Karneval e.V. den traditionellen Faschingsauftakt am Montag, dem 11. November um 11.11 Uhr, auf der Rathaustreppe abgesagt. Wie die Stadt am Freitag mitteilte, treffen sich die Faschings-Anhänger stattdessen um 18 Uhr im Brauhaus Schönbuch-Bräu, Bolzstraße 10/ Ecke Stephanstraße.

Der Alt-OB wird in einem Ehrengrab der Stadt Stuttgart auf dem Ostfilderfriedhof beigesetzt. In Sillenbuch hatte das Ehepaar Rommel jahrzehntelang gelebt. Die Beisetzung wird auf Wunsch der Angehörigen im engsten Familienkreis stattfinden.

Rommel war am Donnerstag nach langer Parkinsonkrankheit im Alter von 84 Jahren gestorben. Die Abgeordneten des Landtags reagierten mit einer spontanen Schweigeminute auf die Nachricht seines Todes.

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