In Heimsheim wird um Ralf Rüth getrauert, der nicht nur bei der Freiwilligen Feuerwehr aktiv war. Foto: Gorr, Andreas

Die Stadt Heimsheim trauert um den ersten stellvertretenden Bürgermeister und früheren Feuerwehrkommandanten.

Der Stadtrat und stellvertretende Bürgermeister von Heimsheim, Ralf Rüth, ist vor wenigen Tagen völlig überraschend im Alter von 55 Jahren verstorben, wie die Stadt auf ihrer Homepage mitteilt.

 

Der Kommunalpolitiker war seit 2014 Mitglied im Gemeinderat der Schlegerstadt und leitete als Vorsitzender die CDU-Fraktion. In dieser Zeit habe er „an vielen grundlegenden Entscheidungen mitgewirkt und sein Wissen und seine Kraft engagiert in unserer Stadt eingebracht“, heißt es in der von Bürgermeister Jürgen Troll und dem Kommandanten der Feuerwehr, Kevin Rössle, unterzeichneten Würdigung.

Nach der Kommunalwahl 2024 wurde Ralf Rüth als derjenige Stadtrat, der von der Wählerschaft die meisten Stimmen erhalten hatte, vom Gemeinderat zum ersten stellvertretenden Bürgermeister gewählt.

Ein Unfall bei einem Feuerwehr-Einsatz veränderte sein Leben

Dem Heimsheimer Stuckateurmeister, der sich 1997 mit einem eigenen Betrieb selbstständig gemacht hatte, war nicht nur die Kommunalpolitik ein Anliegen. Er war auch über Jahrzehnte Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr in Heimsheim und von 2000 bis 2012 deren Kommandant. Im Jahr 2012 erlitt er bei einem Einsatz einen schweren Unfall, von dem er später im Gespräch mit unserer Zeitung eindrücklich erzählte.

Zur Würdigung des verstorbenen Stadtrats ordnete die Stadt für drei Tage eine Trauerbeflaggung am Rathaus an.