Zwei Mobilkrane heben ein Teilstück des längsseitig zersägten Fahrgastschiffes "MS Oldenburg" am Zwischenahner Meer auf einen Tieflader. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa Foto: dpa

Zur Hälfte ist die «MS Oldenburg» schon in Oldenburg, die zweite Hälfte kommt noch. Das aus logistischen Gründen geteilte Schiff wird dann zusammengeschweißt und soll als Restaurantschiff dienen.

Bad Zwischenahn - Nach zwei Stunden ist die erste Hälfte des ehemaligen Ausflugsdampfers "MS Oldenburg" in der Nacht zum Freitag auf einem Tieflader in Oldenburg angekommen.

Der knapp 33 Meter lange und fünf Meter hohe Spezialtransport ging vom Bad Zwischenahner Meer knapp 20 Kilometer über Landstraße und Autobahn. Am Freitag soll die zweite Hälfte des Schiffes folgen, das längsseitig aufgesägt wurde und Anfang Juli wieder zusammengeschweißt werden soll.

Der neue Besitzer Ralf Wiedenhöft hatte das Schiff (Baujahr 1979) über bei E-Bay-Anzeigen für 29.800 Euro erworben. Der Sozialpädagoge und Leiter der Jugend- und Familienhilfeeinrichtung Brötjehof in Oldenburg sprach selbst von einer verrückten Idee. Im Oldenburger Hafen soll die "MS Oldenburg" später einmal als Restaurantschiff vor Anker gehen.

Wiedenhöft hofft auf eine Eröffnung zu Ostern 2022. So richtig seetauglich muss das Schiff nicht mehr sein, denn es wird an seinem künftigen Liegeplatz von aus Land fixiert. "Da sind dann auch keine Motoren und keine Tanks mehr drin", sagte der Bootsbesitzer. Das Schiff war lange Jahre als Teil der Weißen Flotte auf dem Bad Zwischenahner Meer (Kreis Ammerland) unterwegs.

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