Der neue VfB-Innenverteidiger Luca Jaquez (2. v. re.) mit Fabian Wohlgemuth (re.), Christian Gentner (li.) und Alexander Wehrle. Foto:  

Anthony Rouault ist weg, Luca Jaquez ist da. Wer ist der Innenverteidiger, der vom FC Luzern zum VfB Stuttgart kommt? Ein erster Überblick.

Als der Deal perfekt war, posierte das Quartett für ein gemeinsames Foto. Luca Jaquez war darauf, der neue Innenverteidiger des VfB Stuttgart. Und die für die Verpflichtung Verantwortlichen. Der Vorstandschef Alexander Wehrle, der Sportvorstand Fabian Wohlgemuth und Christian Gentner. Für den Sportdirektor des VfB war es nicht das erste Aufeinandertreffen mit dem 21-jährigen Schweizer.

 

Gentners letzte Station als aktiver Fußballer war der FC Luzern gewesen. Seine letzte Partie absolvierte er damals im November 2022 gegen den FC Basel. Der Mittelfeldspieler war Kapitän – auf der Bank saß: Luca Jaquez. Zuvor waren sie sogar schon gemeinsam auf dem Feld gestanden.

Nun ist die Rollenverteilung eine andere. Der VfB suchte einen Nachfolger für Anthony Rouault, der zu Stade Rennes wechseln wird (für bis zu 15 Millionen Euro) – und die sportlichen Entscheider der Stuttgarter wurden in Luzern fündig. Vom FC kommt eben Luca Jaquez für wohl über fünf Millionen Euro, der einen Vertrag bis 2029 unterschrieben hat.

„Es ist für mich eine große Chance und tolle Challenge, ab sofort für den VfB Stuttgart in der Bundesliga spielen zu können“, sagt der 21-Jährige, „ich will das mir entgegengebrachte Vertrauen mit großem Engagement und Leistung zurückzahlen und der Mannschaft helfen, die gesteckten Ziele zu erreichen.“ Am Sonntag fehlte er beim 2:0 des FC Luzern gegen den FC St. Gallen bereits im Kader, dafür könnte er schon am Dienstag gleich im Trikot mit dem Brustring (Rückennummer 14) auflaufen. Der VfB empfängt um 20.45 Uhr im DFB-Pokal-Viertelfinale den FC Augsburg.

„Wir trauen ihm zu, dass er uns sofort helfen kann“, sagt Fabian Wohlgemuth, der VfB-Sportchef, traut dem Schweizer aber auch noch eine gute Entwicklung zu. 1,87 Meter ist der Abwehrspieler groß, er besitzt auch die Staatsbürgerschaft der Dominikanischen Republik (sein Vater stammt von dort) und kann laut Wohlgemuth „trotz seines jungen Alters schon eine beachtliche Anzahl an Profispielen“ vorweisen.

Von den 21 Partien der Schweizer Super League absolvierte Jaquez bisher 19, hat dabei drei Treffer erzielt. In der vergangenen Saison waren es 30 Spiele, fast immer stand der Rechtsfuß dabei in der Startelf der Luzerner. Sein Debüt für die erste Mannschaft des FC hat er im Januar 2022 gegeben.

Mittlerweile ist Luca Jaquez, der in Luzern geboren wurde, auch U-21-Nationalspieler bei den Eidgenossen, hat bislang drei Partien für dieses Team absolviert.