Ein Neugeborenes wird von der Mutter gehalten. Für acht Babys in Algerien kam jede Hilfe zu spät. (Symbolbild) Foto: FACTUM-WEISE/factum / andreas weise

Ein Brand ist auf der Entbindungsstation einer algerischen Klinik ausgebrochen. 76 Menschen wurden zwar gerettet, doch für acht Säuglinge ist es zu spät. In Folge des Unglücks kam es vor Ort zu Protesten

Algier - Bei einem Feuer in einem algerischen Krankenhaus sind mindestens acht Neugeborene ums Leben gekommen. Der Brand brach am frühen Dienstagmorgen auf der Entbindungsstation einer Klinik in der Region Oued Souf im Osten des nordafrikanischen Landes aus, wie der algerische Zivilschutz mitteilte. Drei Babys seien an ihren Brandverletzungen gestorben, fünf erstickt, hieß es weiter.

76 Menschen wurden den Angaben zufolge gerettet, darunter 11 Säuglinge und 37 Frauen. Die Staatsanwaltschaft leitete Ermittlungen ein. Der Brand sei aufgrund eines Kurzschlusses entstanden, teilte der Generalstaatsanwalt von Oued Souf mit. Erst im vergangenen Jahr war dasselbe Krankenhaus bei einem Feuer stark beschädigt worden.

Aus Wut über das Unglück protestierten rund 400 Menschen am Dienstag vor dem Krankenhaus, wie die staatliche Nachrichtenagentur APS berichtete. Es habe sich überwiegend um Angehörige der Opfer gehandelt. Die Menschen demonstrierten auch für Verbesserungen im Gesundheitssystem.

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