Ein Rettungshubschrauber brachte den Jugendlichen in ein Krankenhaus. Foto: dpa/Aaron Klewer

Ein 16 Jahre alter Jugendlicher ist am Mittwoch in Bruchsal auf einen Güterzug geklettert und dabei offenbar von einem Lichtbogen erfasst worden und in Brand geraten. Der 16-Jährige wurde dabei lebensgefährlich verletzt.

Bruchsal - Ein Jugendlicher ist in Bruchsal (Landkreis Karlsruhe) auf einen Güterzug geklettert und durch einen Stromschlag aus der Oberleitung lebensgefährlich verletzt worden. Der 16-Jährige war am Abend auf den an einer Haltestelle (Tunnelstraße) stehenden Güterzug geklettert und dort in den Bereich der Oberleitung gekommen, wie die Polizei in Karlsruhe am Mittwoch sagte. Vermutlich sei durch einen so genannten Lichtbogen der Strom übergesprungen, der Junge geriet in Brand und fiel auf den Bahnsteig. Dort wurde er von weiteren Jugendlichen gelöscht.

Trotz schneller Erstversorgung durch einen Arzt erlitt der Jugendliche schwerste Verletzungen. „Circa 50 Prozent der Hautoberfläche sind verbrannt“, sagte der Sprecher der Polizei Karlsruhe. Es bestehe „akute Lebensgefahr“. Ein Rettungshubschrauber flog ihn nach Polizeiangaben umgehend in eine Spezialklinik nach Ludwigshafen. Die Bahnstrecke zwischen Bruchsal und Bretten war zwischenzeitig gesperrt, später von der ermittelnden Bundespolizei wieder freigegeben worden.

Die Bundespolizei weist immer wieder darauf hin, dass es zu Stromschlägen kommen kann, auch wenn man eine Oberleitung nicht berührt. Sobald man näher als 1,50 Meter an die Leitung kommt, kann es demnach einen Stromschlag geben.

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