Mit diesem Plakat wirbt die Stadt für das Großevent. Aus Sicht der Händler fehlt dabei etwas. Foto: Patricia Sigerist

Bei der Werbung für den Fellbacher Herbst vermissen Gewerbetreibende den Hinweis auf den verkaufsoffenen Sonntag auf den Plakaten.

Fellbach - Der Countdown zum großen Herbstfest in Fellbach läuft: Die Flyer liegen aus, bald werden Plakate und Banner auf das viertägige Großevent hinweisen. Die Stadt setzt dieses Mal auf ein klassisches Foto vom Erntewagen der Landjugend. Lisa Eisele, Thomas Diehl und die frühere Württemberger Weinprinzessin Anja Off heben darauf das Weinglas und strahlen in bester Stimmung mit der Herbstsonne um die Wette.

Weniger gut ist die Stimmung bei den Händlern

Weniger gut ist die Stimmung bei den Händlern, als sie die neuen Plakate sehen. Unisono fragen sie sich, weshalb der Hinweis auf den großen Werbeplakaten zum verkaufsoffenen Sonntag nicht so wie in den vergangenen Jahren aufgebracht ist. „Der verkaufsoffene Sonntag soll doch nach außen propagiert werden. Da verstehen wir nicht, warum dieser Hinweis gerade darauf wegfällt“, sagt Stefan Lutz. „Ausgerechnet für den verkaufsoffenen Sonntag, wo Tausende von Besucher auch von auswärts kommen“, so der Herrenausstatter aus der Bahnhofstraße. Schließlich finanzierten die Händler den Herbstsonntag auch mit. Auch Melanie Wied vom Raumausstatterbetrieb Mödinger in der Cannstatter Straße bedauert den fehlenden Hinweis: „Es ist schade. Für viele Auswärtige kann das eine wichtige Information sein.“ Goldschmiedemeister Erich Theile schließt sich dem an: „Der verkaufsoffene Sonntag ist zwar ein Teil des Fests, aber nun mal ein wesentlicher Teil“, sagt er. Und dieser habe auch Tradition – schließlich gebe es den verkaufsoffenen Sonntag schon seit Jahrzehnten, so Theile. „Der verkaufsoffene Sonntag ist für die Händler von elementarer Bedeutung, daher ist wichtig, dass er entsprechend beworben wird“, sagt Karsten Huber, der stellvertretende Vorsitzendende der Interessengemeinschaft Rathaus-Carrée. Vor allem für Auswärtige sei wichtig, auf einen Blick auf das Event hinzuweisen. Sonja Zielke, Sprecherin der Werbegemeinschaft nördliche Bahnhofstraße, fragt sich: „War das ein Versehen?“ Schließlich hätte es auf dem Plakat noch genügend Platz für die paar Worte gehabt. Ähnlich geht es Thomas Klingler von der gleichnamigen Metzgerei am Cannstatter Platz. „Wurde der Hinweis vergessen? Wenn, dann sollte dieser im nächsten Jahr wieder aufgebracht werden.“ Der stellvertretende Vorsitzende des Gewerbe- und Handelsvereins weiß, dass besonders viele Besucher aus der Region zum Fellbacher Herbst kommen. „Da ist die Außenwirkung mit den Plakaten entscheidend.“

Vergessen wurde der Hinweis offenbar nicht

Vergessen wurde der Hinweis offenbar nicht. „Man hat das dieses Jahr so entschieden“, teilt das städtische Presseamt mit. Der Zusatz sei mal auf dem Plakat gewesen, in manchen Jahren auch nicht oder als Aufkleber. Die Varianten hätten sich immer wieder abgelöst. Und schließlich werde im Flyer darüber informiert. „Der verkaufsoffene Sonntag geht nicht unter“, heißt es aus dem Presseamt. Die Werbetrommel werde gerührt. Das Werbebudget für den Herbst liege insgesamt meist zwischen 20 000 und 25 000 Euro. Dieses Jahr wohl etwas höher durch manche Neuerungen.

Florian Gruner vom Stadtmarketing jedenfalls kündigt an, dass bald Aufkleber für die Schaufenster verteilt werden. Diese gibt es nun zum dritten Mal. Darauf steht das Datum: 13. Oktober und der verkaufsoffene Sonntag: 12.30 bis 17.30 Uhr.

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