Das Hotel und Restaurant Waldhorn in Holzgerlingen ist ein Haus mit viel Geschichte. Seit 2021 wurde es in vierter Generation von Maximilian Hiller geführt. Foto: Eibner-Pressefoto/Max Vogel

Maximilian Hiller, der das Waldhorn Holzgerlingen in vierter Generation geführt hat, gibt den Betrieb auf. Was sind die Gründe?

Seit einer Weile war im Ort schon gemunkelt worden, jetzt ist es offiziell: Das Hotel und Restaurant Waldhorn, zentral an der Böblinger Straße in Holzgerlingen gelegen, hat den Betrieb eingestellt. Betten und Küche bleiben künftig kalt.

 

Den Grund erklären Maximilian Hiller und seine Mutter mit „persönlichen und wirtschaftlichen Gründen“, genauer werden sie nicht. Wohl aber betonen sie ihr Bedauern. „Diese Entscheidung ist uns außerordentlich schwergefallen“, schreiben sie in einer Pressemitteilung. Über Jahre hinweg hätten sie Gäste willkommen heißen, besondere Anlässe begleiten und ein Ort der Begegnung und Gastfreundschaft sein dürfen. „Mit der Schließung geht auch ein Stück Tradition zu Ende, das über lange Zeit viele Menschen verbunden hat.“

Die Gastronomenfamilie war auch von der Weiler Hütte bekannt

Maximilian Hiller hatte das Waldhorn in vierter Generation geführt. Sein Vater Eberhard Hiller, der 2024 überraschend verstorben war, hatte den elterlichen Betrieb in jungen Jahren übernommen. Später zog es Eberhard Hiller in den Schönbuch, wo er von 1996 bis 2021 den Waldgasthof Weiler Hütte betrieb. Von 2021 war das Waldhorn wieder in den Händen der Familie Hiller, die das Gebäude bereits seit mehr als 100 Jahren ihr Eigen nennt.

So präsentiert sich die Familie Hiller auf ihrer Internetseite. Foto: Waldhorn

Maximilian Hiller hatte von Dezember 2021 an das Sagen in der Küche. Zuvor hatte er bei den Besten seiner Branche gelernt: Seine Ausbildung zum Koch absolvierte er bei den Sterneköchen Franz Feckl vom Landhaus Feckl in Ehningen und Werner Veit von der Krone in Bempflingen. Außerdem arbeitete Hiller in der sternegekrönten Speisemeisterei im Schloss Hohenheim Stuttgart sowie in Krakau im Industrial Gourmet Restaurant und dem Moo Moo Steak and Wine. Anschließend führte ihn sein Weg zurück in die Heimat, wo er zusammen mit der Familie das frisch renovierte Hotel und Restaurant übernahm.

Ambitioniertes Ziel: Ein Stern des Guide Michelin

Dort hatte Maximilian Hiller große Ambitionen und strebte, so lässt es die Homepage vermuten, selbst nach einem Stern des Guide Michelins. Sein vorderstes Ziel aber war es, die Gäste zu beglücken. „Unser Anspruch wird zum Genuss des Gastes“, wird Hiller zitiert. Sein Stil wird als „weltoffenes, geradliniges Kochen“ bezeichnet, wobei er gleichzeitig mit Gerichten wie Wildschwein aus dem Schönbuch oder Maultaschen der regionalen Küche einen hohen Stellenwert zuschrieb.

Zum Abschied danken Maximilian Hiller und seine Mutter ihren treuen Stammgästen, Mitarbeitenden, Partnern und Wegbegleitern. Sie schreiben: „Ihre Verbundenheit und die vielen schönen Momente werden uns unvergessen bleiben.“ Es wird spannend, wo es den talentierten Koch nun hinführen wird.