Schwarzwald (Foto), Schwäbische Alb, Bodensee - die Baden-Württemberger sind dort zu Hause, wo andere Urlaub machen. Oft vergisst man aber aus lauter Gewohnheit, wie schön der Südwesten ist. Beweise gefällig? Klicken Sie sich durch die Bilder unserer Leserfotografen! Foto: Leserfotograf mowglyso1

Das kalte und nasse Frühjahr hat den Tourismus im Südwesten gebremst. Die Zahlen für das erste Halbjahr 2013 zeigen ein leichtes Minus im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Stuttgart - Das verregnete Frühjahr hat den Tourismus im Südwesten gebremst. Die Zahlen für das erste Halbjahr 2013 zeigen ein leichtes Minus im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, wie die Tourismus Marketing Gesellschaft am Dienstag in Stuttgart mitteilte. So wurden bis zur Jahresmitte 21,1 Millionen Übernachtungen gezählt - 1,7 Prozent weniger als in den ersten sechs Monaten 2012. Die Zahl der Ankünfte ging um 0,9 Prozent auf 8,4 Millionen zurück.

Vor allem die Deutschen reisten weniger häufig in den Südwesten, während es bei ausländischen Gästen zum Teil sogar ein deutliches Plus gab. Mehr Besucher kamen etwa aus den Golfstaaten (plus 17,5 Prozent), Indien (plus 12,5) und Russland (plus 11,7). Das wichtigste Land ist nach wie vor die Schweiz. Auch hier gab es ein Besucher-Plus - von 5,1 Prozent.

2012 hatte dem Tourismus gleich das zweite Rekordergebnis in Folge beschert. Für den Rückgang 2013 macht Geschäftsführer Andreas Braun das Wetter verantwortlich: „Anders als etwa in Bayern, wo der Wintersport eine wesentlich größere Rolle spielt als bei uns, konnten wir vom schneereichen und langen Winter nicht profitieren. Gemeinsam mit dem nasskalten Frühjahr hat uns dies den Saisonstart etwas verregnet.“

Dafür hat der Tourismus für das Vorjahr noch einen satten Nachschlag verbucht. Denn in der amtlichen Statistik wurden zunächst nur die Hotels mit zehn oder mehr Betten erfasst. Kleinere Hotels sowie Übernachtungen bei Verwandten fallen unter den „Grauen Markt“. Und dieser hat im Südwesten nach Erhebungen der Gesellschaft für Konsumforschung 2012 zumindest bei deutschen Touristen mehr als 40 Prozent ausgemacht. Damit stieg die Zahl der Übernachtungen aus dem Inland für 2012 nachträglich um 28,7 Millionen auf 66,9 Millionen.

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