Die Preisträger des Maskottchen-Wettbewerbs wurden beim Jahresempfang auf die Bühne gerufen. Foto: Roberto Bulgrin

Die Stadt Esslingen sucht zu ihrem runden Jubiläum 2027 ein Maskottchen. Jetzt wurden die Siegerentwürfe präsentiert.

2027 wird die Stadt Esslingen 1250 Jahre alt. Für das große Jubiläum wurde eine sympathische Identifikationsfigur mit Bezug zu Esslingens Geschichte und Gegenwart gesucht. Das Rathaus rief die Bürgerschaft im Oktober dazu auf, sich am Findungsprozess zu beteiligen – und zeigte sich bereits nach dem Ende der Abgabefrist überwältigt von der Resonanz.

 

„Innerhalb eines Monats gingen bei uns 72 Vorschläge ein“, berichtete die Sprecherin der Stadt Nicole Amolsch nach Ablauf der Einreichungsfrist im vergangenen Jahr. Man freue sich darüber, nun „die Qual der Wahl“ zu haben. Fest steht aber: Der Dicke Turm als markantes Teil der Esslinger Befestigungsanlage ist das Motiv, aus dem Esslingen das Maskottchen zum Jubiläum im kommenden Jahr schnitzt.

Esslingen kürt Gewinner: Turmi wird das neue Maskottchen

Einen Preis auf dem Jahresempfang der Stadt vor einigen Tagen bekamen gleich drei Grafikerinnen und ein Grafiker: Naomi Klohn, Sebastian Rapp, Susanne Freudenberg und Ulrike Krauss heißen die Gewinnerinnen und der Gewinner. Als Anerkennung und Dankeschön für die kreative Arbeit erhalten die vier Citycards für die Esslinger Innenstadt. Aus diesen vier Motiven soll nun das finale Maskottchen entwickelt werden, das die Esslingerinnen und Esslinger durch das Jubiläumsjahr begleiten soll. Einen Namen gibt es schon: Turmi soll das Maskottchen heißen.

Auch hinsichtlich möglicher Veranstaltungen befragte die Stadt ihre Bürger. Kunstausstellungen, Konzerte, Veranstaltungen zu Sport oder Integration und Projekte zur Stadtgestaltung – alles war dabei. Mehr als 120 Förderanträge gingen bis zur Deadline Ende Oktober ein – weit mehr als erwartet wurde und die Stadt fördern kann.

Esslingen: Mehr Anträge für Jubiläumsprojekte als Geld zur Verfügung

530 000 Euro stehen für Jubiläumsprojekte zur Verfügung. „Es wurden aber Anträge in einer Höhe von rund zwei Millionen Euro eingereicht“, berichtete unlängst Simone Lämmle, Koordinatorin der Bürgerprojekte für das Stadtjubiläum.

Welche zum Zug kommen, wird – nach einer Prüfung durch Fachbereiche der Stadtverwaltung auf Realisierbarkeit und Förderkriterien – durch ein Organisationskomitee entschieden. Ziel sei, möglichst jedes förderfähige Projekt soweit finanziell zu unterstützen, dass es umgesetzt werden könne.

Oberbürgermeister Matthias Klopfer sprach beim Jahresempfang vom Sparen – aber auch vom Feiern. Foto: Roberto Bulgrin

Einfach wird das nicht, weil der Haushalt der Stadt zunehmend in eine Schieflage gerät. Am 15. Dezember wurde der Haushalt 2026 und 2027 noch mit der Annahme verabschiedet, dass pro Jahr 94 Millionen Euro Gewerbesteuer eingenommen werden. Das war schon deutlich weniger als in den vergangenen Jahren. So konnten in dem sehr guten Jahr 2023 noch 155 Millionen Euro eingefahren werden. Seit einigen Tagen aber wird für das Jahr 2026 nur noch heruntergerechnet: „Wir können – Stand Freitag – nur noch mit 58 Millionen Euro planen“, erklärte Klopfer auf dem Jahresempfang.

Gefeiert werden soll mit dem Maskottchen trotzdem, wie Klopfer bei seiner Neujahrsrede versicherte: „Wir feiern angemessen. Wir feiern schwäbisch bescheiden. Wir feiern mit allen Bürgerinnen und Bürgern.“