Der einzige längere Anstieg auf der Strecke Stuttgart-München Foto: Decksmann

Bisher waren wir in unserer Radler-Kurzfilm-Reihe meist auf städtischer Gemarkung unterwegs. In der neuen, der elften Folge von „Tour de Stuttgart“ nehmen wir Reißaus und fahren auf einen Rutsch nach München.

Stuttgart - Bei einer leicht abgedrehten Idee ist es gut, wenn man ein paar vernünftige Argumente zur Hand hat. Da kommt uns der ehemalige VfB-Profi Thomas Strunz gerade recht, dem der Satz zugeschrieben wird, das Schönste an Stuttgart sei die Autobahn nach München. Mit der neuen Folge unserer Radfahr-Reihe „Tour de Stuttgart“, wie immer vom Internetsender Stuggi.TV produziert, wollten wir zeigen, dass auch die Landstraße nach München ihren Reiz besitzt, zumal wenn man mit dem Fahrrad unterwegs ist. Die Fahrt bot sich auch deshalb an, weil an dem Tag unserer Tour die Deutsche Bahn bestreikt wurde.

Noch ein Argument gefällig? Der Sommer und der eine oder andere Radmarathon stehen vor der Tür. Da will man wissen, ob man noch genug Sitzfleisch besitzt. Nach 280 Kilometern und dreizehneinhalb Stunden im Sattel weiß man, dass man es noch hat – auch wenn sich Petrus den Graupelschauer, der auf den letzten 30 Kilometern vor München auf uns niedergegangen war, hätte sparen können. Man wäre auch mit Demut ins Ziel gerollt. Nur eben nicht so nass.

Die Strecke sei nur skizziert, zumal wir über die Schwäbische Alb noch keinen wirklich empfehlenswerten Weg gefunden haben. Wir rollen durchs Neckartal nach Esslingen, Plochingen, dann durchs Filstal. Von Geislingen an der Steige biegen wir links nach Eybach ab. Hier fahren wir auf der wenig ­befahrenen Waldhauser Steige auf die Schwäbische Alb hoch. Weitere Stationen sind Giengen/Brenz, Dillingen/Donau, ­Welden, Augsburg, Dachau, München.

Als feiner Helfer hat sich ein Rad-Navi erwiesen, auch wenn das unsere, ein Einstiegsgerät für 160 Euro, so seine Tücken hat. Wir haben uns auf den elektronischen Wegweiser vor allem auf der Strecke zwischen Augsburg und München verlassen – und sind auf gut asphaltierten Nebenstraßen durch Dörfer und Weiler mit wunderlichen Namen gekommen, die wir mit der Landkarte kaum gefunden hätten.

Wenn Sie unseren Trip nach München im Schnelldurchlauf miterleben wollen:  Unser Kolumnist KNITZ hat vom Sattel aus via Twitter die Tour kommentiert. In Plochingen schrieb er: „Ein Bier wäre KNITZ jetzt lieber als Hundertwasser.“ Mehr Twitter-Sprüche unter #fahrdirnenwolf.

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