Die Leiche des Sechsjährigen war am 13. Juli 2016 in der Wohnung des Vaters in Munderkingen gefunden worden. (Archivfoto) Foto: dpa

Weil er seinen Sohn „heimtückisch getötet“ haben soll, wird ein 42-Jähriger wegen Mordes an dem Sechsjährigen angeklagt. Der Mann soll sein Kind im Juli 2016 mit Hilfe eines Holzkohlegrills getötet haben.

Ulm - Ein 42-Jähriger ist von der Staatsanwaltschaft Ulm wegen Mordes an seinem sechsjährigen Sohn angeklagt worden. Der Mann habe das Kind bei dem Versuch, sich selbst das Leben zu nehmen, „heimtückisch getötet“, erklärte die Anklagebehörde am Freitag. „Hintergrund der Tat dürfte ein Sorgerechtsstreit des Angeklagten mit seiner geschiedenen Ehefrau sein.“

Die Leiche des Sechsjährigen war am 13. Juli 2016 im Schlafzimmer der väterlichen Wohnung in Munderkingen (Alb-Donau-Kreis) neben einem Holzkohlegrill gefunden worden. Das Kind war an einer Kohlenmonoxid-Vergiftung gestorben. Daneben fanden Polizisten den Vater, der gerettet werden konnte.

Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, den Holzkohlegrill in der Absicht entzündet zu haben, seinen Sohn und sich durch die Gase zu töten. Das Kind hatte bis dahin beim Vater gewohnt, es sollte aber laut einer kurz zuvor ergangenen Entscheidung eines Familiengerichts zur Mutter ziehen. Damit habe sich der Vater nicht abfinden wollen.

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