Erst wurde der Wolf am Bodensee gesichtet, dann am Schluchsee erschossen. Foto: Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt

Wer erschoss den Wolf vom Schluchsee? Die Frage schien für immer unbeantwortet zu bleiben. Doch jetzt hat die Freiburger Polizei offenbar eine heiße Spur.

Freiburg - Im Fall des getöteten und im Schluchsee entsorgten Wolfs hat die Freiburger Polizei eine erste Spur. Am Mittwochabend statteten Beamte des Präsidiums mehreren Jägern und anderen Waffenbesitzern aus der Umgebung Besuche ab. Mit dem Einverständnis der Betroffenen seien die Objekte überprüft worden, heißt es in einer Mitteilung von Staatsanwaltschaft und Polizei in Freiburg. Ziel sei es gewesen, eine mögliche Tatwaffe ausfindig zu machen.

Die Aktion erstreckte sich auf die Kreise Breisgau-Hochschwarzwald und Waldshut. Es seien zwischen 15 und 20 Gewehre zur kriminaltechnischen Untersuchung mitgenommen worden, sagte eine Sprecherin der Polizei. Ein Ergebnis liege noch nicht vor. Bei der Obduktion des Wolfs war ein Projektil gefunden worden, das Rückschlüsse auf die verwendete Langwaffe zulasse, hieß es. Der Wolf, einer der ersten im Land, war Anfang Juli an der Schleuse im Schluchsee tot angeschwemmt worden. Naturschutzverbände stellten Strafanzeige und setzten eine Belohnung aus.

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