Ein Pekinese ist in der Stuttgarter Stadtmitte überfahren worden. (Symbolbild) Foto:imago images / imagebroker/Adler Foto:  

Ein Mann überfährt mit einem Lieferwagen in der Stuttgarter Stadtmitte einen angeleinten Hund auf der Straße. Der Fahrer steigt nach dem Unfall aus, äußert sein Desinteresse und fährt davon.

Stuttgart - Ein mitleiderregender Anblick bot sich am Freitag Passanten an der Geißstraße in der Stuttgarter Stadtmitte. Eine Frau saß dort weinend mit ihrem toten Hund im Arm am Boden, bis die Polizei eintraf. Der Hund war überfahren worden. Der Fahrer hatte das bemerkt, sich jedoch unerlaubterweise vom Unfallort entfernt, meldet die Polizei.

Die Frau führte ihren Hund, einen Pekinesen, an der Leine. Gegen 10.30 Uhr ging die 63 Jahre alte Frau mit ihrem Haustier an der Töpferstraße in Richtung Eberhardstraße entlang. An der Einmündung der Geißstraße in die Töpferstraße geschah der Unfall, bei dem das Tier getötet wurde.

Fahrer steigt erst aus und fährt dann davon

Der Fahrer eines Kleintransporters sei von der Geißstraße kommend Richtung Nadlerstraße unterwegs gewesen. Zeugen schilderten der Polizei, dass sie den Eindruck hatten, er sei zu schnell in der Fußgängerzone unterwegs gewesen. Dort hatte er eine Auslieferung gemacht. Die Frau habe beim Heranfahren des Lieferwagens noch versucht, ihren Pekinesen zurückzuziehen. Das habe aber nicht mehr geklappt, sagte ein Polizeisprecher. Das Tier kam unter die Räder.

Der Fahrer habe den Unfall bemerkt und sei ausgestiegen. Zum Entsetzen der Hundehalterin soll er geäußert haben, dass ihn der Unfall nicht interessiere. Er sei dann wieder weitergefahren, ohne sich um die Folgen des Unfalls zu kümmern. Der Fahrer habe sich damit nicht nur des unerlaubten Entfernens vom Unfallort, sondern auch eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz schuldig gemacht.

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