Blumen und Kerzen erinnern an die zehn gestorbenen Flüchtlinge auf dem Parkplatz eines Supermarktes in San Antonio. (Archivfoto) Foto: AP

Nach dem Tod von zehn Flüchtlingen auf der Ladefläche eines Lastwagens im texanischen San Antonio wurde der Lkw-Fahrer angeklagt. Die Staatsanwaltschaft könnte die Todesstrafe fordern.

San Antonio - In den USA droht dem Fahrer eines Sattelschleppers, in dem eine Gruppe zusammengepferchter und völlig dehydrierter Immigranten gefunden wurde, möglicherweise die Todesstrafe. Geschworene im texanischen San Antonio klagten den Mann am Mittwoch (Ortszeit) in fünf Punkten an, darunter der illegale Transport von Einwanderern. Dieser hatte Ende Juli zehn Menschen das Leben gekostet. Die Vergehen können mit der Todesstrafe geahndet werden, die Staatsanwaltschaft gab zunächst aber nicht bekannt, ob sie dieses Strafmaß auch fordern würde.

In dem Lkw-Anhänger hatten sich mindestens 39 Menschen befunden, als er von der US-Grenzstadt Laredo in Texas nach San Antonio fuhr. Acht Menschen waren tot in dem Fahrzeug gefunden worden, zwei weitere starben später im Krankenhaus. 22 Überlebende der Fahrt wurden mittlerweile aus dem Krankenhaus entlassen, zwei weitere sind noch in Behandlung.

Die Flüchtlinge sollen als mögliche Zeugen gegen den Fahrer aussagen. Ermittler nehmen an, dass er Teil eines größeren Netzwerks von Menschenschmugglern war. Der Mann selbst gibt an, nichts von den Einwanderern im Anhänger gewusst zu haben.

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