Eine Hausbewohnerin ist mit dem Tatverdächtigen zur Polizei gegangen. Foto: dpa-Zentralbild

Ein 70-Jähriger steht im dringenden Verdacht, seine 69-jährige Ehefrau getötet zu haben. Die Polizei ermittelt, eine Obduktion ist für diesen Montagnachmittag terminiert.

Kernen - Ein 70 Jahre alter Mann steht in dringendem Verdacht, seine 69 Jahre alte Ehefrau getötet zu haben. Eine Nachbarin des Ehepaars hatte sich zusammen mit dem 70-Jährigen am Samstagnachmittag zum Polizeirevier Waiblingen begeben, da der Senior auf sie einen seltsamen Eindruck und sie sich gleichzeitig Sorgen um die Ehefrau machte. Die 69-Jährige wurde bei der anschließenden Überprüfung der gemeinsamen Wohnung in Stetten von der Polizei tot aufgefunden.

Der Leichnam weist Spuren von Gewalteinwirkung auf

Der Leichnam wies Spuren von Gewalteinwirkung auf. Eine Obduktion, die auf den Montagnachmittag terminiert wurde, soll Aufschluss auf die genaueren Todesumstände geben. „Die genauen Verletzungen geben wir nicht bekannt, da man hierdurch auf die Todesumstände schließen könnte. Da es sich dabei um zentrales Täterwissen handelt, könnten die Ermittlungen gefährdet werden“, sagt Holger Bienert vom Polizeipräsidium Aalen. Der Verdächtige ist bisher in Kernen nicht negativ aufgefallen. „Der 70-Jährige ist nicht polizeibekannt, in der Wohnung gab es auch nie einen Einsatz wegen häuslicher Gewalt oder ähnliches“, sagt der Polizeisprecher. Der Tatverdächtige wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft Stuttgart am Sonntag dem Haftrichter vorgeführt. Dieser setzte den beantragten Haftbefehl in Vollzug.

Der Verdächtige ist inzwischen in einem Justizvollzugskrankenhaus

Der 70-Jährige wurde anschließend in ein Justizvollzugskrankenhaus eingeliefert. „Der Mann war bereits vor dem Tötungsdelikt in ärztlicher Behandlung, hatte zudem aber auch frische Verletzungen an den Armen“, so der Polizeisprecher. Die gemeinsamen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Stuttgart und des Polizeipräsidiums Aalen dauern an.

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