Die Leiche der jungen Frau war im Herbst 2015 auf dem Stuttgarter Pragfriedhof gefunden worden. (Archivfoto) Foto: dpa

Eine 21-Jährige war auf dem Pragfriedhof in Stuttgart brutal erschlagen worden. Das Gericht hat nun den 30-jährigen Bekannten der jungen Frau wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt.

Stuttgart - Nach der brutalen Tötung einer 21-Jährigen auf einem Friedhof in Stuttgart ist ein Bekannter des Opfers wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Während der heute 30-Jährige die Tat bis zuletzt bestritten hatte, sah es das Gericht am Mittwoch als erwiesen an, dass der Hilfskoch und Musiker die wehrlose Frau am 9. September 2015 auf dem Friedhof mit einem Keramikgefäß und zahlreichen Tritten gegen Kopf und Oberkörper ermordet hat.

„Enorme Zahl an Indizien“

„Nichts spricht gegen seine Täterschaft“, sagte der Vorsitzende Richter Wolfgang Hahn. Laut Staatsanwaltschaft hatte der Angeklagte in Vernehmungen Täterwissen offenbart und unglaubwürdige Aussagen gemacht. Hahn führte eine „enorme Zahl an Indizien“ auf, die gegen den 30-Jährigen sprachen - etwa Blutspuren der Toten an seinem Hemd, passende Fußabdrücke am Kopf der Toten oder drei seiner Knöpfe, die unter der Leiche gefunden wurden.

Der Verteidiger des 30-Jährigen hatte in seinem Plädoyer einen Freispruch gefordert. Es seien noch zu viele Fragen offen. Der 30-Jährige nahm das Urteil am Mittwoch ohne sichtbare Regung zur Kenntnis. Nach langem Schweigen hatte er sich am Montag geäußert und die Tat abgestritten: „Ich habe Lena nicht getötet. Und ich werde hier nichts zugeben, was ich nicht getan habe“, sagte er 30-Jährige vor dem Urteil.

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