Alexander Nübel fährt mit zur EM. Foto: Pressefoto Baumann/Julia Rahn

Die Nummer eins des VfB fährt unerwartet mit zur EM – und spricht über das Turnier, sowie seine Erwartungen und seine Rolle.

Viele Nominierungen für das deutsche EM-Aufgebot waren schon im Vorfeld weitgehend klar, einige kamen unerwartet. Die vielleicht größte Überraschung gab es dabei rund um den VfB Stuttgart: Torhüter Alexander Nübel ist mit dabei, der sichere Rückhalt des Tabellendritten der Bundesliga fährt mit zur EM. Und das ohne ein A-Länderspiele in der Vita.

 

Entsprechend verblüfft war Nübel selbst, als er von Bundestrainer Julian Nagelsmann am Dienstag die frohe Nachricht erhalten hatte. „Ich war extrem überrascht“, sagte der 27-Jährige nach der Nominierung. Er habe schlichtweg „null Komma null“ damit gerechnet oder auch nur daran gedacht in den vergangenen Wochen. Der beste Beweis: Sogar der Sommer-Urlaub war schon gebucht, eine längere Safari in Tansania. Die wurde jetzt umgehend abgesagt – besser gesagt aufgeschoben: „Das kann ich natürlich in den nächsten Jahren immer noch machen.“ Die EM-Chance im eigenen Land hat er hingegen nur einmal.

Vier Torhüter werden beim Turnier dabei sein

Zittern muss Nübel übrigens nicht mehr: Nagelsmann bestätigte, dass er in jedem Fall mit vier Torhütern ins Turnier gehen wird. In erster Linie, um einen reibungslosen Trainingsablauf zu gewährleisten. So sieht auch Nübel seine Rolle. Er wolle das Team so gut wie möglich unterstützten, Manuel Neuer (FC Bayern) und Marc-André ter Stegen (FC Barcelona) seien gesetzt. Apropos Neuer: Obwohl er in der Saison 2020/21 hinter ihm die Nummer zwei in München war, verstehe er sich gut mit dem Bayern-Keeper, versicherte Nübel.

Keine Spannungen also zwischen den Pfosten, vielmehr große Lust auf das anstehende Turnier. „Ich freue mich extrem drauf, mit den Jungs zu trainieren und unsere Stimmung mitzunehmen vom VfB, eine geile Zeit dort zu haben und einen Mega-Sommer“, so Nübel. Der deutschen Mannschaft traut er dabei einiges zu. „Als deutsche Nation muss man immer sagen, dass man um alles spielen will.“ Er ist jetzt ziemlich überraschend Teil davon.