Der Pokal ist Unser: Lilian Egloff (l.) Foto: Pressefoto Baumann

Die A-Junioren des VfB Stuttgart machen es den Profis vor, wie Erfolg geht. Am Freitag haben sie den Pokal gewonnen, jetzt winkt sogar das Double – nicht zuletzt dank Lilian Egloff.

Berlin - Lilian Egloff durfte am Samstagabend die ganz große Bühne betreten. Mit seinen Teamkollegen der U 19 des VfB Stuttgart wurde er als frisch gebackener DFB-Pokalsieger vor dem großen Finale zwischen dem FC Bayern und RB Leipzig im Berliner Olympiastadion geehrt – am Abend zuvor feierte Egloff den Finalsieg gegen RB Leipzig ausgelassen im Potsdamer Karl-Liebknecht-Stadion.

Im Mittelpunkt stand nach dem 2:1-Erfolg der Doppeltorschütze Egloff, der erst 16 Jahre alt ist und daher eigentlich noch für die U 17 spielen dürfte. „Es ist ein geiles Gefühl“, sagte Egloff nach dem Triumph, „einfach unbeschreiblich. Das war Gänsehaut pur.“

Umstellung locker gemeistert

In der Hinrunde spielte der offensive Mittelfeldmann noch für die U 17, nun ist er ein fester Bestandteil bei den U-19-Junioren des VfB. „Ich kannte sehr viele Spieler und auch das Trainerteam mit Nico Willig und Daniel Teufel schon aus der Vorsaison in der U 17“, sagt Egloff über die Umstellung: „Daher war es für mich auch nicht so schwierig, mich schnell in die Mannschaft zu integrieren. Die Jungs haben es mir aber auch extrem leicht gemacht. Wir haben einfach ein klasse Team und noch weitere Ziele.“ Das nächste bereits am kommenden Sonntag: Dann, wenn das VfB-Team die Chance aufs Double hat.

Am 2. Juni steigt das Finale um die deutsche A-Junioren-Meisterschaft gegen Borussia Dortmund in Großaspach – und wenn Egloff so auftritt wie in den vergangenen Wochen und im Pokalfinale gegen Leipzig, könnte es gut sein, dass er wieder der Matchwinner wird.

Aus U 11 der TSG Bretzfeld

Über seine generellen Ambitionen sagte Egloff zu Jahresbeginn bereits: „Es ist das Ziel jedes Jugendspielers, Profi zu werden – sonst würde man die Zeit nicht investieren.“ Egloff kommt aus Bretzfeld und wechselte in der U 11 von der dortigen TSG zum VfB. Seit zweieinhalb Jahren lebt er im Internat des Stuttgarter Nachwuchsleistungszentrums.

Der offensive Mittelfeldspieler hat in dieser Saison einen großen Entwicklungssprung gemacht, indem er seinem Spiel eine neue Dimension hinzugefügt hat. Er hat schon oft wie jetzt in Potsdam Partien entschieden als Torschütze und Vorbereiter, jetzt arbeitet er aber auch konstant nach hinten mit. Eine Woche lang durfte er sogar schon mal bei den Profis mittrainieren. Wenn Egloff so weitermacht, ist es nicht ausgeschlossen, dass er mittelfristig ein fester Bestandteil des Profikaders sein wird.

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