Schauspieler Tom Hiddleston bei der Premiere des Actionfilms „Kong: Skull Island“ in Los Angeles. Foto: Invision

Schaulaufen bei der Premiere von „Kong: Skull Island“ in Los Angeles: Hauptdarsteller Tom Hiddleston, Samuel L. Jackson und Brie Larson feiern gemeinsam die Neuauflage des Abenteuer-Klassikers „King Kong“.

Los Angeles - Zwölf Jahre nach Peter Jacksons „King Kong“ feiert der Actionfilm um den Riesenaffen die Premiere einer weiteren Neuauflage in Los Angeles. Neben den Hauptdarstellern von „Kong: Skull Island“, Tom Hiddleston, Samuel L. Jackson, John Goodman und Brie Larson, kamen zahlreiche Promis auf den roten Teppich.

Fast 85 Jahre ist es her, dass sich der Riesenaffe „King Kong“ über die Leinwände hangelte und zum Kinoklassiker wurde. Seitdem gab es zahlreiche Fortsetzungen und Neuverfilmungen - und auch jetzt soll ein neues Abenteuer der Auftakt zu einer ganz neuen Filmreihe werden: „Kong: Skull Island“ ist eine Neuauflage des berühmten Monsterfilm-Originals. Für das aufwendig gedrehte Spektakel bringt Regisseur Jordan Vogt-Roberts die Stars Tom Hiddleston, Samuel L. Jackson und Brie Larson vor der Kamera zusammen.

Die Geschichte spielt 1973, in dem Jahr, in dem die USA unter Präsident Richard Nixon ihren Einsatz im Vietnamkrieg beendeten: Eine Gruppe höchst unterschiedlicher Charaktere bricht auf eine Forschungsmission zur mysteriösen Insel Skull Island auf, die bei Filmkennern seit 1933 als Heimat von Kong bekannt ist. An Bord der Expedition, die von einer Spezialeinheit Elite-Soldaten begleitet wird, befinden sich unter anderem Lieutenant Colonel Packard (Samuel L. Jackson), Vietnam-Veteran James Conrad (Tom Hiddleston) und die Kriegsfotografin Mason Weaver (Brie Larson). Keiner von ihnen ahnt jedoch, was sie auf Skull Island erwartet.

Machern ist ein spannendes Spektakel gelungen

Hinter „Kong: Skull Island“ steckt das Produktionsteam, das auch die Neuauflage von „Godzilla“ (2014) verantwortete. Mittelfristig sollen sich beide Kreaturen wohl in einem sogenannten Crossover-Film begegnen, so wie in früheren Monsterwerken der japanischen Toho Studios. Das Budget war mit geschätzten 190 Millionen Dollar wie für die meisten Actionspektakel aus Hollywood enorm - umso überraschender aber ist, dass hinter der Kamera ein eher Unbekannter stand: der US-Amerikaner Jordan Vogt-Roberts, der durch den gefeierten Independent-Film „The Kings Of Summer“ bekannt wurde, ansonsten aber noch keinerlei Blockbuster-Erfahrung hatte.

Der Brite Tom Hiddleston („Thor“) macht als Actionheld einmal mehr eine gute Figur. Samuel L. Jackson („The Hateful 8“) spielt wie so oft den Hardliner. Oscar-Gewinnerin Brie Larson hingegen bezirzt Kong, allerdings ohne die Gefühlsduselei früherer Filme, während John C. Reilly als Gestrandeter für die lustigen Momente sorgt. Viel Raum für Entfaltung und Entwicklung bietet der Film seinen Charakteren zwar nicht, aber die Monster sind ja auch die Stars. Und die sehen, mit Ausnahme der namenlosen „bösen“ Kreaturen aus der Tiefe, grandios aus.

Anders als bei der etwas lahm geratenen Neuauflage von „Godzilla“ vor zwei Jahren ist den Machern mit „Kong: Skull Island“ damit ein mitunter erstaunlich spannendes und unterhaltsames Spektakel gelungen - ein dank seiner visuell beeindruckenden Action kurzweiliger Film, der sich selbst nicht allzu ernst nimmt. Kleiner Tipp für Filmfans: Nach dem Abspann sitzen bleiben.

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