In Stuttgart steht eine junge Frau vor Gericht, die am Steuer durch ihr Handy abgelenkt gewesen sein soll. (Symbolfoto) Foto: dpa

Weil eine heute 21-Jährige im August 2014 am Steuer ihr Handy benutzt und dadurch einen tödlichen Unfall verursacht haben soll, steht die junge Frau jetzt vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft fordert drei Jahre Jugendhaft für die Fahrerin.

Stuttgart - Nach einem Unfall mit zwei Radfahrern hat die Staatsanwaltschaft Stuttgart am Montag drei Jahre Haft als Jugendstrafe für eine Autofahrerin gefordert. Die 21-Jährige sei von Nachrichten auf ihrem Handy abgelenkt gewesen, als sie im August 2014 bei Renningen (Kreis Böblingen) mit den Rennradlern kollidierte. Danach sei sie ohne zu helfen weitergefahren. Einer der Männer starb, der andere überlebte schwer verletzt.

Angeklagt ist die Frau vor dem Landgericht Stuttgart unter anderem wegen versuchten Mordes durch Unterlassen in zwei Fällen sowie fahrlässiger Tötung. Die Verteidigung forderte eine Strafe von höchstens zwei Jahren auf Bewährung, wie ein Gerichtssprecher sagte. Die Frau hatte zu Beginn des Prozesses gesagt, sie sei in Panik davongefahren und habe nicht bemerkt, dass Menschen zu Schaden kamen. Das Handy habe sie nicht in der Hand gehabt. Das Urteil wird am Donnerstag erwartet.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: