Die Feuerwehr bei der Sicherung des zerstörten Fahrzeugs Foto: Oliver Bürkle, 7aktuell.de/JB

Ein 47-jähriger Autofahrer stirbt in Mundelsheim. Mit seinem Wagen stürzte er die Steillagen hinunter. Ist ein Wendemanöver misslungen?

Mundeslheim - Ein tödlicher Unfall hat sich am Abend des Fronleichnamstags gegen 19.30 Uhr in den Weinbergen zwischen Mundelsheim und Hessigheim ereignet. Ein 47-jähriger Mann stürzte am Käsberg im Bereich der Klinge mit seinem Golf etwa 50 Meter in die Tiefe, wobei sich sein Fahrzeug mehrfach überschlug. Der Mann konnte nur noch tot geborgen werden. Die Polizei geht aktuell von einem misslungenen Wendemanöver aus, konnte aber auch am Freitag noch nichts Näheres sagen. Ein Zeugenaufruf hat noch keine neuen Erkenntnisse gebracht.

An der Unglücksstelle kurz vor dem Königshäusle verbreitert sich der Käsbergweg, der oberhalb der K1677 verläuft, und führt um eine dicht mit Buschwerk bewachsene Klinge herum. Der Weg wird von Ausflüglern gern zum Parken genutzt, obwohl er eigentlich ein Wirtschaftsweg ist. Eine etwa 30 Zentimeter hohe Mauer bildet die Grenze zu den Weinbergen.

Unfallort zunächst unklar

Für die Feuerwehr sei der Einsatz eine besondere Herausforderung gewesen, berichtet der Einsatzleiter Alexander Link von der Mundelsheimer Feuerwehr, die von Kollegen aus Hessigheim und Besigheim unterstützt wurde. Zunächst sei nicht ganz klar gewesen, auf welcher der drei Ebenen in den Steillagen sich der Unfall ereignet habe, weshalb man die Kreisstraße, den Käsbergweg und das sogenannte Himmelreich angefahren habe. Die Besatzung des zuerst am Unfallort angekommenen Fahrzeugs habe einen Rettungsversuch unternommen, aber rasch festgestellt, dass für den Autofahrer keine Hilfe mehr möglich war, so Link.

Damit die Feuerwehrleute nicht selber in Gefahr gerieten, mussten das Fahrzeug und auch die bei dem Absturz beschädigten Weinbergmauern gesichert werden.

Schwerstarbeit für die Feuerwehr

Zwar war das Auto nicht in der unwegsamen und steilen Klinge, sondern auf einer der Terrassen daneben gelandet, doch sei der Untergrund sehr rutschig gewesen, erklärt der Einsatzleiter. Und da die gesamte Ausrüstung, die zum Teil sehr schwer sei, zu Fuß an den Unfallort habe transportiert werden müssen und die Einsatzkräfte auch noch FFP2-Masken getragen hätten, „war das sehr kräftezehrend.“

Für die Rettungs- und Bergemaßnahmen musste die K1677 zwischen Mundelsheim und Hessigheim für zweieinhalb Stunden voll gesperrt werden. Im Einsatz waren ein Rettungshubschrauber, ein Rettungswagen, die Feuerwehren Mundelsheim, Hessigheim und Besigheim mit insgesamt acht Fahrzeugen und 26 Wehrleuten sowie die Polizei mit fünf Streifenwagen. Am Pkw entstand Totalschaden in Höhe von 2000 Euro.

Personen, die Angaben zum Unfallgeschehen machen können, werden gebeten, sich mit der Verkehrspolizeiinspektion Ludwigsburg, Telefon 07 11 / 6 86 90, in Verbindung zu setzen.

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