Bereits am Freitagmorgen hatte die Polizei von einem Unfall mit einem Todesopfer in der Nähe von Nürtingen-Neckarhausen berichtet. Nun teilt sie weitere Details mit.
Bei einem schweren Verkehrsunfall am Freitagmorgen auf der Bundesstraße 297 bei Nürtingen-Neckarhausen ist eine 60-jährige Autofahrerin ums Leben gekommen. Sie war nach derzeitigen Erkenntnissen der Polizei auf die Gegenfahrbahn geraten. Bereits am Freitagmorgen hatte die Polizei bekannt gegeben, dass es auf der Bundesstraße zwischen Neckarhausen und Neckartailfingen zu einem Unfall gekommen war. Gegen 13 Uhr teilte sie nähere Informationen mit.
Die Frau war mit ihrem Fahrzeug laut Polizeiangaben kurz vor neun Uhr auf der Bundesstraße aus Richtung Neckartailfingen unterwegs. Aus unbekannter Ursache sei sie dann kurz vor Neckarhausen auf die Gegenfahrbahn geraten, wo sie mit einem Sattelzug zusammengestoßen sei. Der 29-jährige Lkw-Fahrer habe noch versucht, einen Zusammenstoß durch ein Ausweichmanöver zu verhindern. Doch der mit Erdaushub beladene Laster kippte nach rechts auf einem parallel zur Straße verlaufenden Radweg um, so die Polizei.
Lkw-Fahrer wurde durch Zusammenstoß nur leicht verletzt
Durch den Zusammenstoß sei die Autofahrerin im Wagen eingeklemmt worden. Die Feuerwehr habe sie befreit. Doch die Verletzungen der Frau seien so schwer gewesen, dass sie noch am Unfallort trotz Reanimation und notärztlicher Erstversorgung verstarb. Auch ein Rettungshubschrauber war angefordert worden. Der Lkw-Fahrer sei nach bisherigem Kenntnisstand der Polizei leicht verletzt worden. Eine medizinische Versorgung sei nicht notwendig gewesen. Um den Fahrer des Lastwagens und eine Ersthelferin hätten sich vor Ort Mitarbeitende der Psychosozialen Notfallversorgung gekümmert.
In dem völlig zerstörten Fahrzeug der 60-Jährigen befanden sich laut Polizei zum Zeitpunkt des Unfalls auch zwei Hunde. Ein Tier wurde verletzt und an die Tierrettung übergeben. Das Fahrzeug musste abgeschleppt werden. Einer vorläufigen Schätzung zufolge dürfte sich der Sachschaden insgesamt auf etwa 90 000 Euro belaufen. Zu den verkehrspolizeilichen Ermittlungen wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft auch ein Sachverständiger hinzugezogen.
Während der Unfallaufnahme und der aufwendigen Bergung des umgekippten Lastwagens muss nach Angaben der Polizei die Bundesstraße 297 für mehrere Stunden voll gesperrt werden. Die Vollsperrung dauere noch an und werde sich wohl bis in die Nachmittagsstunden hinziehen. Der Verkehr werde in beiden Richtungen umgeleitet.