Gondolieri aus Venedig geben dem Sarg des Opfers eines Gondel-Unfalls in Tübingen das letzte Geleit zum Grab. Foto: Erich Sommer/Schwäbisches Tagblatt

Begleitet von 16 Gondolieri aus Venedig ist das Opfer eines Gondel-Unfalls auf dem Canale Grande am Freitag in Tübingen beigesetzt worden. Der Mann war bis 2012 Richter am Oberlandesgericht Stuttgart.

Tübingen/Venedig - Begleitet von 16 Gondolieri aus Venedig ist das Opfer eines Gondel-Unfalls auf dem Canale Grande am Freitag in Tübingen beigesetzt worden. Neben den Gondolieri hätten 500 Trauergäste dem Jura-Professor das letzte Geleit gegeben, sagte eine Sprecherin der Stadt. Der 50-Jährige war vor zwei Wochen nahe der weltbekannten Rialto-Brücke ums Leben gekommen, als die Gondel, in der er und seine Familie saßen, von einem Wasserbus gerammt wurde. Der Wissenschaftler war zwar seit 2012 zwar in München tätig, er lebte aber mit seiner Familie nach wie vor in Tübingen. Bis zum 31. Mai 2012 war er Richter am Oberlandesgericht Stuttgart.

Italien diskutiert unterdessen weiter über mögliche Konsequenzen aus dem tödlichen Unglück. Am Freitag sollte im zuständigen Ausschuss der Stadt Venedig ein Maßnahmenkatalog zur Verbesserung der Sicherheit auf den Wasserstraßen diskutiert werden. Das von Bürgermeister Giorgio Orsoni und dem Verkehrsbeauftragten Ugo Bergamo erarbeitete Papier enthält Medienberichten zufolge umfassende Vorschläge, zum Beispiel ein Überholverbot, eine Beschränkung des Transportverkehrs auf bestimmte Tageszeiten, neue Richtlinien für die Vaporetti und Alkoholkontrollen für die Fahrer.

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