Alarm im Burgholzhof – doch für einen 72-Jährigen kam jede Hilfe zu spät Foto: dpa

Offenbar hatte er noch eine Zigarette im Bett geraucht – und das ist einem allein lebenden 72-jährigen Bewohner eines Apartments im Burgholzhof zum Verhängnis geworden. Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, ist der Mann vermutlich an den Folgen eines Schwelbrandes gestorben.

Stuttgart - Offenbar hatte er noch eine Zigarette im Bett geraucht – und das ist einem allein lebenden 72-jährigen Bewohner eines Apartments im Burgholzhof zum Verhängnis geworden. Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, ist der Mann vermutlich an den Folgen eines Schwelbrandes gestorben. Allerdings liegt der Brand in einem Mehrfamilienhaus an der Auerbachstraße schon lange zurück – der Tote wurde erst Wochen später entdeckt.

Anwohner hatten die Polizei am Mittwoch verständigt, weil der 72-Jährige vor rund drei Wochen das letzte Mal gesehen worden war. Da man zunächst annahm, dass der schwerkranke Mann womöglich in einer Rehabilitationseinrichtung sein könnte, wurde noch kein Verdacht geschöpft. Dann aber kam dies der Nachbarschaft aber doch seltsam vor. Die Polizei fand den Mann tot in der Wohnung, der Todeszeitpunkt lag erkennbar länger zurück. Brandflecken am Bett deuteten auf einen kleinen Schwelbrand hin, der nach einer Weile von selbst wieder erlosch. Nach bisherigen Erkenntnissen dürfte der Mann im Schlaf tödliches Kohlenmonoxid eingeatmet haben.

Ein Rauchmelder im Zimmer hat das Unglück nicht verhindern können. Der Rauch des Schwelbrands war offenbar nicht so stark, als dass er das Gerät ausgelöst hätte. Eine Manipulation gilt als ausgeschlossen: „Der Rauchmelder ist noch voll funktionsfähig gewesen“, sagt Polizeisprecher Jens Lauer. In diesem Fall aber blieb das Piepsen aus, das die Nachbarn hätte aufmerksam machen können.

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