In Karlsruhe ist im November ein Fußball-Fan bei einer Attacke getötet worden. (Symbolbild) Foto: dpa

Nach der tödlichen Attacke auf einen 35 Jahre alten KSC-Fan hat das Landgericht Karlsruhe den Haftbefehl gegen den Tatverdächtigen geändert. Dem verdächtigen 21-Jährigen wird nun nicht mehr schwere Körperverletzung, sondern Totschlag vorgeworfen.

Karlsruhe - Mehr als einen Monat nach dem tödlichen Angriff auf einen Fußballfan in Karlsruhe hat das Landgericht Karlsruhe den Haftbefehl gegen den Tatverdächtigen geändert. Wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Mittwoch sagte, wird dem Mann nun nicht mehr schwere Körperverletzung, sondern Totschlag vorgeworfen. Zuvor hatte der SWR berichtet. Der 35-Jährige war nach einem Fußballspiel im November angegriffen worden und starb zwei Tage später. Nach der Partie des Drittligisten Karlsruher SC gegen den FSV Zwickau war er auf dem Weg in die Innenstadt, als sich der Vorfall ereignete.

Laut Polizei schlug der Tatverdächtige dem Mann damals unvermittelt mit der Faust ins Gesicht. Der verlor das Bewusstsein und stürzte. Der mutmaßliche Täter kam am Tag danach wegen schwerer Körperverletzung in Untersuchungshaft. Wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte, besteht nun ein neuer Verdacht. Demnach habe der Tatverdächtige wissen können, „dass der Angriff tödliche enden würde“. Details nannte der Sprecher nicht.

Bei dem 21 Jahre alten Tatverdächtigen handelt es sich um einen Bundeswehrsoldaten mit Migrationshintergrund. Der Mann sei früher schon wegen nicht näher genannter Vorfälle bei der Polizei bekannt gewesen. Die „Bild“ hatte damals geschrieben, das Opfer habe zusammen mit anderen Fans den Soldaten rassistisch beschimpft. Daraufhin habe er zugeschlagen. Den Ablauf bestätigte die Staatsanwaltschaft zunächst nicht. „Dafür gibt es aktuell keine gesicherten Hinweise.“

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