Im Alter von 80 Jahren ist der Kornwestheimer (Kreis Ludwigsburg) überraschend gestorben. Er machte sich im Ehrenamt um Philipp Matthäus Hahn verdient und baute einen Verein und Museum auf.
„Er hinterlässt eine große Lücke.“ Dieter Habermaier trauert, wie der gesamte Vorstand des Freundeskreis Philipp Matthäus Hahn in Kornwestheim, um den kürzlich im Alter von 80 Jahren verstorbenen Vereinsgründer Klaus Allgöwer. Der pensionierte Zahnarzt beschäftigte sich seit Jahrzehnten mit Philipp Matthäus Hahn und dessen Wirken in Kornwestheim. Allgöwer war Gründungsmitglied und 15 Jahre lange Vorsitzender des Freundeskreises. „Sein Ziel war es, den etwas in Vergessenheit geratenen Hahn wieder bekannter zu machen“, sagt Habermaier.
Allgöwer gelang es mit seinen Mitstreitern auch, einige Räume im Pfarrhaus zu pachten, um dort ein Museum für Hahn einzurichten. Allgöwer sei vor allem von den mechanischen Errungenschaften wie Uhren und Rechenmaschinen angetan gewesen. Die Ausstellung im Museum trägt deutlich seine Handschrift.
Allgöwer sei ein ruhiger Mensch gewesen, aber habe beim Reden über Hahn ein richtiges Feuer in den Mitmenschen entfachen können. „Bei seinen Führungen im Museum hat meist die Zeit nicht gereicht. So viel wusste er“, erinnert sich Klaus Zander, der Allgöwer vor zwei Jahren als Vereinsvorsitzender ablöste.
Allgöwer hatte eine Uhrmacherlehre angefangen und abgebrochen, bevor er sich für das Zahnmedizinstudium entschied. Dabei lernte er seine spätere Frau kennen, mit der er zwei Kinder und zwei Enkel hatte. Als lebenslustig und umtriebig beschreiben ihn Weggefährten. Der Zahnarzt war Pilot und flog so lange es Alter und Gesundheit zuließen gerne selbst. Neben Philipp Matthäus Hahn waren auch Oldtimer eines seiner Hobbys. So übernahm er erst vor wenigen Jahren die Markgröninger Zehntscheuer und ließ sie zu einer Oldtimer-Garage umbauen.
Seine größte Leidenschaft habe aber trotz aller Umtriebigkeit seiner Familie gegolten, sind sich Weggefährten einig.