Titanwurz in der Wilhelma Bereits das zweite seltene Naturschauspiel in diesem Jahr

Von red/noa 

Eigentlich blüht die Titanwurz im Schnitt nur alle sieben Jahre, daher müssen sich Besucher normalerweise gedulden, um die nächste Blüte zu erleben – allerdings nicht in der Wilhelma in Stuttgart.

Stuttgart - Gerade einmal zwei Monate ist es her, dass Besucher der Wilhelma die Blüte einer Titanwurz bestaunen konnten. Nun gibt es schon wieder die Gelegenheit, das seltene Naturschauspiel im zoologisch-botanischen Garten zu sehen. Wie die Wilhelma am Freitag mitteilte, ist die imposante Pflanze seit Kurzem im Schmetterlingshaus ausgestellt, wo man ihre rasanten Wachstumsschritte verfolgen kann.

„Im Moment wächst sie täglich etwa sechs bis sieben Zentimeter“, erklärt Wilhelma-Gärnter Oliver Frank, „maximal rechnet man mit zehn, unter optimalen Bedingungen sogar mit bis zu 15 Zentimetern pro Tag.“ Der neue Blütenstand wird sich wahrscheinlich in der Nacht vom 6. auf den 7. September zeigen. Der Blütenhöhepunkt wird voraussichtlich zwischen 22 Uhr und 23 Uhr erreicht.

Blüte öffnet sich für nur eine Nacht

Die von der Halbinsel Sumatra stammende Titanwurz bildet einen der größten Blütenstände der Welt aus und kann bis zu zweieinhalb Meter hoch werden. Nur alle sieben Jahre kommt die Titanwurz im Durchschnitt zur Blüte. Dann öffnet sie sich für eine einzige Nacht und verströmt einen bestialischen Gestank, der an den Geruch eines Tierkadavers erinnert. Damit lockt die Pflanze Fliegen zur Bestäubung an.

Zuletzt blühte in der Wilhelma Ende Juni eine der stinkenden Blumen. Die blühende Pflanze war eine Überraschung für die Botaniker gewesen, denn sie galt eigentlich noch als zu jung, um zu blühen. Das zeigte sich auch an ihrer Größe: Lediglich 1,25 Meter groß war die stinkende Schönheit. Wegen dieser Maße erhielt sie den Spitznamen Alberich – wie der Zwergenkönig. In unserer Bildergalerie können Sie die Blüte der Titanwurz Alberich vom Juni sehen.

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