Während sich der VfL Herrenberg III in der Tischtennis-Bezirksrelegation über den Klassenerhalt in der Bezirksklasse freut, jubelt TT Mötzingen über die Rückkehr in die Bezirksliga.
Sie gilt als der emotionale Höhepunkt nach dem Abschluss der Saison. In der Tischtennis-Bezirksrelegation in Rohrau standen vor allem zwei Gäuteams im Mittelpunkt. Am Ende eines nervenaufreibenden Relegationstags durften TT Mötzingen und der VfL Herrenberg III jubeln.
Für TT Mötzingen bedeutete der Erfolg die Rückkehr in die Bezirksliga – nur zwei Jahre nach dem unglücklichen Abstieg. Vor dem entscheidenden Duell gegen den Bezirksliga-Achten TT Schönbuch herrschte allerdings durchaus Unsicherheit. „Aufgrund einer Vielzahl an gemeldeten Spielern beim Gegner wussten wir nicht so recht, was uns erwartet“, so Mötzingens Kapitän Markus Brenner.
Die Konstanz im Team von TT Mötzingen ist ein Teil des Erfolgsgeheimnisses
Diese wechselnden Aufstellungen seien ihm seit jeher ein Dorn im Auge ist. „Ich könnte in keinem Team spielen, in dem jede Woche andere Spieler auflaufen.“ Für ihn ist die Konstanz im Team ein Teil des Erfolgsgeheimnisses: Stefan Haag, Markus Brenner und Wilfried Baumann bestritten alle Punktspiele, Ivan Tadic und Ivan Aleksic fehlten jeweils nur einmal.
Vor rund 40 Zuschauern in der Rohrauer Schönbuchhalle nahmen die Mötzinger von Beginn an das Heft in die Hand. Beinahe wäre sogar eine 3:0-Führung nach den Eingangsdoppeln gelungen, doch Joel Müller und Wilfried Baumann mussten sich nach großem Kampf der Schönbuch-Kombination Christof Binder/Jakob Schaber in fünf Sätzen geschlagen geben. Dafür sorgten Stefan Haag/Markus Brenner sowie Ivan Tadic/Ivan Aleksic jeweils mit souveränen Dreisatzerfolgen für die 2:1-Führung.
Ivan Tadic beweist starke Nerven
In den Einzeln stellten Brenner und Haag am Spitzenpaarkreuz früh die Weichen auf Sieg. Beide gewannen ihre Partien mit 3:1-Sätzen. Als TT Schönbuch zwischenzeitlich wieder Hoffnung schöpfte, bewies Ivan Tadic starke Nerven. Trotz zweier abgewehrter Matchbälle setzte er sich im Entscheidungssatz mit 12:10 gegen Niklas Zaiser durch und hielt sein Team in der Spur. Ivan Aleksic erhöhte auf 6:3.
Stefan Haag im Spitzeneinzel und Markus Brenner sorgten für die Vorentscheidung, die Joel Müller zum viel umjubelten 9:4-Gesamtsieg veredelte. „Wir hatten vor der Saison hauptsächlich die Absicherung nach hinten im Auge“, blickte Brenner zurück. Nach dem Karriereende von Peter Knuplesch und der Pause von Raphael Gänßle seien die Erwartungen zunächst vorsichtig gewesen. Ein „guter Zusammenhalt und Leistungssteigerungen einiger Akteure“ seien weitere Zutaten für das Mötzinger Erfolgsrezept gewesen.
TT Mötzingen sieht sich in der kommenden Saison als Underdog
In der kommenden Bezirksliga-Saison wird TT Mötzingen voraussichtlich in unveränderter Besetzung antreten. „Da sind wir natürlich der absolute Underdog“, weiß Brenner, kündigt aber an: Wir werden jeden Punkt feiern.“
Noch spannender verlief die Relegation in der Bezirksklasse. Dort kämpfte der VfL Herrenberg III als Tabellensiebter um den Klassenerhalt gegen den Sieger der beiden Kreisliga-A-Vizemeister SKV Rutesheim und SV Böblingen V. Rutesheim setzte sich mit 9:6 durch und war somit der Gegner der Herrenberger.
VfL Herrenberg III gelingt in engem Duell der Klassenerhalt
Und dieses Spiel entwickelte sich zu einem Krimi. Nach einem 2:3-Rückstand brachten Christian Schmiederer, Sascha Müller und Timo Marquart den VfL mit 5:3 in Führung. Im zweiten Durchgang hielten Eugen Artemengo und Sascha Müller die Herrenberger auf Kurs, bevor Siddy Hinzke mit einem Fünfsatzsieg gegen Christian Ebenau den entscheidenden achten Punkt zum 8:7 erzielte.
Damit war klar, dass selbst eine Niederlage im Schlussdoppel reichen würde. Mit einem 8:8 und einem Satzverhältnis von 32:31 sicherte sich der VfL Herrenberg III den Klassenerhalt.
In der Kreisliga A Nord Relegation trennten sich der SV Gebersheim II und die SV Böblingen VII mit 8:8. Die Böblinger hatten mit 32:31 die Nase vorn, sodass sie nun den Platz der Gebersheimer in der Kreisliga A einnehmen.