Tischtennis Gleiches Personal – härtere Bedingungen

Von Andreas Klingbeil 

Die Nummer eins bei der KSG Gerlingen: Jozsef Baranyi. Foto: Andreas Gorr
Die Nummer eins bei der KSG Gerlingen: Jozsef Baranyi. Foto: Andreas Gorr

Der Startschuss für die neue Saison fällt an diesem Wochenende mit den ersten Punktspielen. Klassenhöchste Mannschaft aus dem Altkreis Leonberg ist nach wie vor das Männerteam der KSG Gerlingen in der Verbandsklasse Nord.

Gerlingen - Von der Landesliga an aufwärts hat es im Altkreis Leonberg keine Bewegung gegeben. Die KSG Gerlingen ist die Nummer eins, Korntaler Männer und Frauen der TSF Ditzingen sind weiterhin in der Landesliga beheimatet. KSG Gerlingen Bei drei Direktabsteigern plus Relegation hat ein Großteil der Mannschaften in der Verbandsklasse Nord nur ein Ziel: drin bleiben. Auch für die KSG Gerlingen sagt Teamchef Joachim Scholl: „Es wird eine starke Klasse, so spannend und so eng wie nie.“ Grund für die Ausgangslage ist der Einschub der zweigleisigen 3. Bundesliga, bei der alle vertretenen Mannschaften nur noch mit vier Stammspielern agieren. Die überzähligen Akteure wurden in ihren Vereinen jeweils nach unten abgegeben. Dadurch haben sich die Kräfteverhältnisse in den nachgeordneten Regional-, Ober- und Verbandsligen erheblich verschoben. So tritt die Neckarsulmer Sport-Union II mit dem ehemaligen Regionalliga-Spitzenspieler Klaus Werz auf Position Nummer eins an. Bislang war das allein schon aufgrund seiner Ranglistenposition absolut undenkbar.

Mit Werner Meyer vom DJK Sportbund Stuttgart steht der KSG ein wichtiger Neuzugang im hinteren Paarkreuz zur Verfügung. Meyer leitet bereits seit vergangenem Jahr den Gerlinger Jugendkader. „Ich wollte neben der Jugendarbeit auch wieder selbst mehr in Punktspielen aktiv sein. Jetzt kann ich beides gut verbinden,“ sagt der B-Lizentrainer, von dessen Erfahrung sich die KSG neue Impulse verspricht.

Der Weltenbummler betreute bis 2011 die Nationalmannschaft der Malediven, bevor es ihn in die Heimat zurückzog. Nach einer Zwischenstation in der Oberliga Hamburg wechselte er nach Baden-Württemberg zum Sportbund Stuttgart, für den er aus beruflichen Gründen aber im März 2013 seinen letzten Einsatz hatte. Auf den weiteren Positionen bleibt alles unverändert. Neben Joszef Baranyi, der sich trotz langer Anreisen aus Ungarn bereits im dritten Jahr in Gerlingen sehr wohl fühlt, tritt Herman Hopman wieder vorne an. Für die Mitte stehen Heinz Klingler und Joachim Scholl bereit, hinten nimmt Martin Maletta den sechsten Platz ein. „Unser Ziel ist Platz 3 bis 5, auch wenn wir wissen, dass es in diesem Jahr eine richtige Herausforderung werden wird,“ sagt Scholl. Erste Aufschlüsse bietet dieses Wochenende mit einem Doppelspieltag. Am Samstag, 20. September, geht’s um 18.30 Uhr zum TTC Bietigheim-Bissingen III, am Sonntag steht um 14 Uhr das Heimspiel gegen den TSV Wendlingen auf dem Plan. TSV Korntal Etwas mehr Zeit für die Vorbereitung haben die Korntaler Männer. Weil der TSV als Ausrichter eines Jugend-Ranglistenwettbewerbs eingesprungen ist, muss nun das erste Spiel am 28. September gegen den SV Kornwestheim II verlegt werden. „Das ist uns gar nicht so unrecht, weil wir immer eine Zeit lang brauchen, bis wir richtig reinkommen“, sagt Mannschaftsführer Friedemann Wagner. Schon in der vergangenen Landesligasaison hatte die Mannschaft zu kämpfen, um in der Klasse zu bleiben. Mit Relegation und noch stärkerer Konkurrenz wird es diesmal noch schwieriger. Neckarweihingen und Verbandsklasse-Absteiger Eschenau sieht Wagner als diejenigen Gegner an, die am ehesten schlagbar sind. Dann wird es aber auch schon ganz eng. Favoriten sind für ihn der SV Kornwestheim II und der SC Buchenbach.

Weil die nachrückenden Jugendspieler noch zwei bis drei Jahre brauchen, ehe daran zu denken ist, sie in der ersten Mannschaft einzusetzen, bleibt in der Aufstellung alles beim Alten. Die Routine – bis auf Matthias Hubert und Christof Steiner haben alle Akteure die 40 schon überschritten – soll es richten. Neben Wagner spielen außerdem noch Andreas Vest, Magnus Langenstein und Frank Hummel. TSF Ditzingen Einen Ausreißer nach oben hatten die Ditzinger Frauen in der vergangenen Saison, als sie die Runde hinter dem VfR Altenmünster und der TSG Steinheim III auf Platz drei beendeten. „Üblicherweise“, sagt Mannschaftsführerin Claudia Rexer, „spielen wir ja gegen den Abstieg.“ Nichts anderes erwartet sie für diese Saison in der Landesliga.

Mit der PSG Ludwigsburg kommt eine Mannschaft aus der Verbandsklasse, Eintracht Beilstein und Bietigheim-Bissingen II werden als starke Aufsteiger eingeschätzt. Wie bei den Korntaler Männern ist der Stamm bei den TSF Ditzingen unverändert geblieben. Anita Bihler, Simone Holzberger, Claudia Angerbauer, Claudia Rexer und Gianna Menna bilden die erste Fünf. Und auch wenn das Quintett den Sport wirklich nur nebenher betreibt – Rexer: „Unser Ziel ist es, einmal pro Woche zu trainieren. Aber auch das wird nicht immer klappen“ –, in die Bezirksliga will es dann doch nicht hinunter. Zwei Teams muss die Mannschaft dafür hinter sich lassen.

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