Der Tischtennis-Drittligist schlägt den TSV Dachau II mit 6:3 und glaubt weiter an den Klassenerhalt.
Im Tabellenkeller der Dritten Bundesliga haben sich die Tischtennis-Frauen des TSV Korntal auf eindrucksvolle Art zurückgemeldet. Durch einen 6:3-Erfolg über den TSV Dachau II, dem ersten Saisonsieg am zwölften Spieltag, gelang nun wieder der Anschluss ans rettende Ufer.
Wie beim 5:5 im Hinspiel wartete der Gegner mit zwei starken Spielerinnen am vorderen Paarkreuz auf, allerdings gelang es diesmal Radmila Tominjak, gegen die Niederländerin Dobrila Jorguseska ein Ausrufezeichen zu setzen. Das 12:10 im fünften Durchgang sorgte für die 3:1-Führung, nachdem der TSV mit einer mutigen Doppelaufstellung eine hervorragende Basis legte.
Die beiden Youngster überzeugen
„Der Schachzug, die beiden besten und die beiden nominell schwächeren Doppel gegeneinander antreten zu lassen, ging diesmal auf“, sagte Abteilungsleiter Friedemann Wagner, der sich erfreut zeigte, dass die Youngsters Milla Pardela und Chenhao Chen im Anschluss ihrer Favoritenrolle gerecht wurden. Mit zwei überzeugenden Dreisatzerfolgen sorgten sie für die 5:1-Führung, Milla Pardela machte im zweiten Einzeldurchgang den Gesamterfolg perfekt.
„Viel hätte nicht zu einem 6:1-Gesamtsieg gefehlt, Rada Tominjak hatte einen weiteren Erfolg auf dem Schläger, aber mit dem 6:3 bin ich ebenso zufrieden“, sagte der erleichterte Abteilungsleiter. „Unseren jungen Spielerinnen merkte man die Anspannung an, da sie wichtige Spiele bestritten. Mit solchen Partien gewinnen Milla und Alily an Erfahrung, auch gegen vermeintlich schwächere Gegnerinnen Ruhe zu bewahren und sich auf die eigenen Stärken zu fokussieren.“
Am 15. März geht es für den TSV Korntal in Rastatt weiter. „Wir hoffen, dass bis dahin Maria Rony zu uns stößt“, blickt Friedemann Wagner voraus. Aktuell scheitert es beim indischen Neuzugang an den Visa-Modalitäten. „Einmal wurde der Antrag abgelehnt, warum, wissen wir nicht“, sagt Wagner. Derzeit ohne schlagkräftige Ersatzspielerin, könnte der TSV mit der Inderin flexibler agieren, zumal die Polin Mariam El Habech am Spitzenpaarkreuz noch Probleme hat, sich dem hohen Spielniveau anzupassen.
Im Korntaler Lager geht man nach dem ersten Saisonsieg mit Zuversicht in die letzten sechs Spiele. „Wir können eine Schippe drauflegen. Es ist noch alles drin“, meint Wagner. Ungeachtet dessen muss der Verein in Hinblick auf die neue Spielzeit zweigleisig planen. Wagner: „Unabhängig von der Liga ändert sich nichts an unserem Grundgedanken, einer gewissen Anzahl an Talenten aus der Region eine Plattform für hochklassigen Tischtennissport zu schaffen.“