Welches Fahrrad am besten zu einem passt, ist individuell ganz verschieden, ob... Foto: www.pd-f.de/Sebastian Hofer

Wer ein Fahrrad kaufen möchte, steht einem schier unübersichtlich großen Angebot an Modellen und Marken gegenüber. Fachhändler bieten hier im Vergleich zu Online-Shops den Vorteil einer kompetenten Beratung. Selbst während der Corona-Pandemie.

Stuttgart - Im Laden kann man Räder anschauen, anfassen und Probe fahren. Das gestaltet sich hinsichtlich Corona und geschlossener Fachgeschäfte derzeit schwierig. Doch viele Händler wie Radsport Mayer in Stuttgart bieten den besonderen Service einer telefonischen Beratung sowie Online-Bestellung und kontaktlosen Abholug an.

Unabhängig davon sollte man, um das passende Fahrrad zu finden, für sich im Vorfeld einige Fragen klären. 

Welcher Typ soll's denn sein?

Es gibt eine Unmenge verschiedener Fahrradtypen. Welche Art von Rad am besten für einen geeignet ist, hängt davon ab, für welche Zwecke man es braucht: Zum täglichen Pendeln bei Wind und Wetter ins Büro? Als Autoersatz zum Einkaufen oder als Kindertransport? Für beschauliche Urlaubsfahrten? Um möglichst schnell auch längere Strecken zurückzulegen? Oder eher um beim Bergauffahren mit der Partnerin mithalten zu können? Wer mit klaren Vorstellungen in den Laden geht, wird leichter eine gute Entscheidung treffen.

Was darf es kosten?

Ein Blick in den Geldbeutel beziehungsweise aufs Sparkonto lohnt ebenfalls. Für weniger als etwa 600 Euro kann man 2021 kein vernünftiges Neurad erwarten, und bei E‑Bikes gilt als Faustregel für den Vergleich der dreifache Preis. Hier beginnt der Einstieg derzeit bei etwa 1800 Euro. Allein der Akku kostet zwischen 500 und 800 Euro. Doch die Mehrkosten für ein Pedelec sind nicht nur dem Antrieb geschuldet: Neben einem besonders robusten Rahmen sind bei einem E-Bike die Anforderungen an Bremsen, Reifen oder Federungselemente hoch.

Manche setzen daher auf ein Komplettrad mit hochwertigem Rahmen, aber günstigen Komponenten und rüsten es im Laufe der Zeit auf. Letzten Endes geht das allerdings ins Geld und erfordert einen gewissen Überblick beziehungsweise fachliche Beratung.

Auf Qualität setzen wo nötig

Eher lohnt es sich, an anderer Stelle auf Qualität zu setzen: Statt einer Federung, die aus Budgetgründen höchstens zweitklassig ausfallen würde, tun es in der Stadt auch voluminöse Reifen. Einen Teil des Budgets sollte man allerdings unbedingt für ein angemessenes Fahrradschloss einplanen. Um es Gelegenheitsdieben, die es auf Sattel oder Reifen abgesehen haben, etwas schwerer zu machen, kann man zudem den Händler bitten, die Schnellspanner auszutauschen, wenn das Rad nicht zum Transport zerlegt werden soll.

Der Zweck bestimmt die Ausstattung

Der geplante Einsatzzweck beeinflusst nicht nur die Radwahl, sondern auch die Ausstattung, etwa, was die Beleuchtung betrifft. Wer sein Fahrrad meist im Alltag nutzt, ist mit einem Nabendynamo und fester Lichtanlage gut bedient.

Termin vereinbaren

Nicht erst seit Corona gilt, beziehungsweise wird bei Wiederöffnung der Radgeschäfte wohl zwingend sein: vor dem Besuch des Fahrradhändlers einen Termin vereinbaren. Dann hat der Verkäufer sicher Zeit - die man sich im Übrigen auch als Käufer nehmen sollte - für eine intensive Beratung.

Ausrüstung mitbringen

Um das Fahrrad so zu testen, wie man es schlussendlich fahren möchte, empfiehlt es sich, die gewohnte Ausrüstung für die Probefahrt selbst mitzubringen. Das gilt für die Bekleidung ebenso wie für die Fahrradtasche oder den Rucksack. Das Wichtigste – lange Probefahrten.

Das Rad passt grundsätzlich und es stören nur noch Kleinigkeiten? In Fachgeschäften können Einstellungen verändert und verschiedene Sättel, Pedale, Griffe oder Lenker ausprobiert werden. Um einen Vergleich zu haben, lohnt sich zudem die Probefahrt mit einem teureren Modell. So stellt man schnell fest, ob das ins Auge gefasste vermeintliche Schnäppchen einigermaßen mithalten kann.

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