Tipps und Tricks Sicheres Fahrradfahren im Winter

Von Catherine Braumeister 

Damit die winterliche Fahrradfahrt nicht als böse Rutschpartie endet, gilt es ein paar wichtige Regeln zu beachten.  Foto: Pixabay
Damit die winterliche Fahrradfahrt nicht als böse Rutschpartie endet, gilt es ein paar wichtige Regeln zu beachten. Foto: Pixabay

Wer im Winter nicht aufs Fahrradfahren verzichten möchte, der sollte ein paar Regeln beachten. Welche das sind, erfahren Sie hier.

Im Winter kann das Fahrradfahren zu einer ziemlichen Herausforderung werden. Eisige Temperaturen und spiegelglatte Straßen machen aus der sonst so schönen Angelegenheit ein riskantes Unterfangen.

Aber so manch einer möchte auch während der kalten Jahreszeit nicht auf sein treues Gefährt verzichten und nimmt eine potentielle Rutschpartie in Kauf. Damit die winterliche Fahrradfahrt nicht böse endet, gilt es ein paar wichtige Regeln zu beachten.

Wintertaugliche Reifen müssen her

Eins steht fest - wer seine Chancen verbessern will unversehrt durch den Winter zu radeln, der muss zu den richtigen Reifen greifen. Besonders geeignet sind Fahrradreifen mit integrierten Spikes. Anders als beim Pkw sind diese beim Fahrrad glücklicherweise erlaubt.

Unter Radfahrern ist hier das Reifenmodel „Schwalbe Marathon Winter (50-622)“ besonders beliebt. Zu haben sind diese ab zirka 55 Euro. Eine Alternative zu den mit Spikes versehenen Reifen sind die Spezialreifen „TOP Contact Winter II Premium“ von Continental. Hier sorgt ein griffiges Lamellenprofil für den richtigen Grip.

Zudem empfiehlt es sich bei Schnee und Glätte den Reifendruck zu verringern, um für eine bessere Bodenhaftung zu sorgen. Hier sollte der zulässige Mindestwert jedoch nicht unterschritten werden. Breitere Reifen sorgen ebenfalls für besseren Bodenkontakt.

Vorsicht ist dennoch geboten

Wer nun denkt, mit den richtigen Reifen ist es getan - der irrt. Diese sind zwar ein unverzichtbarer Wegbegleiter während der kalten, eisigen Jahreszeit, können aber dennoch keinen hundertprozentigen Schutz bieten. Denn eins ist klar - Schnee, Nässe und Glätte sind und bleiben ungünstige Bedingungen zum Fahrradfahren. Dessen muss man sich bewusst sein.

Um das eigene Maß an Sicherheit noch weiter zu optimieren, sollte man daher Folgendes beachten.

Sattel, Bremse und Co.

Bei winterlichen Straßenbedingungen ist eine gute seitliche Balance von großer Bedeutung. Daher sollte man den Schwerpunkt näher zum Boden verlagern. Wir raten demnach den Sattel rund eins bis zwei Zentimeter weiter nach unten zu stellen.

Auch die Höhe des Lenkers sollte verringert werden. Das Vorderrad bekommt dadurch eine bessere Bodenhaftung und im Fall der Fälle sind die Füße schneller am Boden. Schnelle Lenkbewegungen sind ebenfalls Tabu. Ruhig und sachte - lautet hier das Motto.

Damit aber nicht genug: Auch das Bremsen wird bei glatter Fahrbahn schnell zur Gefahr. Die Geschwindigkeit muss während der Wintermonate also unbedingt reduziert werden. Im Idealfall verzichtet man sogar ganz auf den Gebrauch der Bremse. Sollte ein Bremsmanöver dennoch erforderlich sein, sollte dies sanft und mit genügend Vorlaufzeit erfolgen.

V – und hydraulische Felgenbremsen versagen im Übrigen bei schneebedeckter Fahrbahn ganz gerne mal. Eine bessere Alternative bieten hier Disc-Bremsen.

Achtung, Fußgänger!

Eine vorrausschauende Fahrweise ist ganz besonders wichtig - nicht nur zum eigenen Schutz, auch zum Schutz anderer. Gerade Fußgänger neigen dazu bei Glätte den Blick eher auf den Boden zu richten, als nach Fahrradfahrern Ausschau zu halten.

Zudem sind die Sichtverhältnisse während der dunklen Jahreszeit deutlich eingeschränkt. Darum ist es für Radfahrer enorm wichtig mit Reflektoren, heller Kleidung, Lichtern und Helmleuchte auf sich aufmerksam zu machen.

Wer noch nach dem richtigen Fahrradzubehör für die kalten Wintermonate sucht, der wird bei Stuttgarts sympathischem Fahrradshop Radsport Mayer fündig.