Schönes am Rand eines Rasen: Klatschmohn und Margeriten Foto: M-image - stock.adobe.com/EG

Ob Blumenwiese oder Solitärgräser – Staudengärtnereien und Gartencenter bieten Rasenmischungen für jeden Geschmack an. Worauf man beim Pflanzen achten sollte.

Stuttgart - Prächtig blühen soll der Garten, aber auch als Liege- oder Spielwiese dienen können. Ein schöner Kompromiss wäre ein Rasen, umrahmt von blühenden Flächen, die dann am besten auch noch Insekten nähren. Viele Samenlieferanten haben sich in den vergangenen Jahren darauf eingestellt und bieten als Spezialität Rasenmischungen zur Neuanlage von „Blumenwiesen“ an.

 

Diese Mischungen bestehen aus Rasensamen und häufig aus einjährigen Sommerblumen, die sich jetzt, im Frühjahr ausgesät, noch im gleichen Jahr zu schönen Blumenwiesen entwickeln. Interessant ist aber auch der „insektenfreundliche Staudenzauber“. Dieses Saatgut enthält eine mehrjährige Blumenmischung.

Sie besteht aus mehr als 25 verschiedenen Gattungen und Arten von gut keimenden, schnell auflaufenden Staudenarten, die sich durch eine relativ geringe Höhe von 40 bis 80 Zentimetern und eine hohe Trockenstabilität im Sommer auszeichnen.

Aussaat ist ganzjährig möglich

Die Mischung eignet sich auch gut für Randlagen, Wegbegrenzungen und vor allem für schwierige, schlecht bewässerbare Flächen. Und sie fühlt sich auf einer Rasenfläche wohl und startet so alljährlich wieder aufs Neue durch. Die Aussaat ist jetzt während der gesamten Vegetationsperiode möglich. Wer von Mitte September bis Mitte Oktober aussäht, kann dies mit einer dauerhaften Zwiebelbepflanzung kombinieren.

Ideal sind zur Aussaat freie, nicht zu schattige Flächen, die vorab gut vorbereitet, aber nicht gedüngt worden sind. Die Aussaatmenge beträgt zwei bis drei Gramm pro Quadratmeter, wobei die Handhabung bei der Aussaat vereinfacht werden kann, wenn das Saatgut vorab mit dem gleichen Volumen Sand vermischt wird. Dadurch sieht man auch die Aussaat deutlich besser. Danach kann der Boden leicht angedrückt werden, damit die Samen ausreichenden Bodenkontakt haben. Wichtig ist auch, dass die Fläche etwa zwei Wochen lang gleichmäßig feucht gehalten wird.

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Wer es etwas weniger farbig liebt, kann den Rasen auch mit Solitärgräsern kombinieren. Schon der berühmte Staudenproduzent und Pflanzenzüchter Karl Foerster machte den bekannten Ausspruch „ein Garten ohne Gräser ist grässlich“. Der Gärtner kombinierte Gräser in vielfachen Arten und Sorten in seinem persönlichen Senkgarten in Potsdam-Bornim. Er war es auch, der in perfekter Weise viele Staudenarten mit Gräsern kombinierte und so Gartenräume schuf, die sich das ganze Jahr über in prächtigen Farben präsentierten.

Dekorative Gräser

Heutzutage werden diese Gräser während der ganzen Vegetationszeit von Staudengärtnereien und Gartencentern angeboten. Viele Unternehmen weisen auch im Verkaufsbereich mit Plakaten und Etiketten auf die jeweiligen Eigenschaften der Gräser hin, so dass die Kunden ihre Exemplare exakt nach den vorgesehenen Standortverhältnissen im eigenen Garten auswählen können. Unter ihnen finden sich viele Gattungen und Arten sowohl für trockene und feuchte Standorte als auch für sonnige und schattige Lagen. Dekorativ jedenfalls sind sie alle – und das auch das ganze Jahr über.

Bei der Bepflanzung ist es wichtig zu beachten, dass manche Gräser sich ganzjährig im gleichen Wuchsverhalten präsentieren, während andere, zum Beispiel das Pampasgras, Cortaderia selloana, sich im Frühjahr kräftig entwickelt, ab dem Sommer aber durch auffallende Blütenstände beeindruckt. Im Spätherbst oder zeitigen Frühjahr erfolgt ein Rückschnitt, damit sich die Pflanzen im neuen Vegetationsjahr wieder kräftig entwickeln.

Info zu den Pflanzen

Viele Staudengärtnereien haben sich auch auf Gräser in ihrem Sortiment eingestellt, zum Beispiel die im süddeutschen Raum bekannte Staudengärtnerei Häussermann in Möglingen. Sie hat in ihrem Gräsersortiment mehr als 250 Gattungen und Arten. Zudem gibt es die Staudengärtnerei Michael Moll, Bliensäckerweg 1, 70771 Leinfelden-Echterdingen, Tel. 07 11 / 7 04 25 35, info@moll-stauden.de.

Info zur Aussaat

Für die Aussaat von Gräsern und Blumenwiesen empfehlen sich beispielsweise Küpper Blumenzwiebeln & Saaten GmbH, 37269 Eschwege, Tel. 0 56 51 / 8 00 50, www.kuepper-bulbs.de, info@kuepper-bulbs.de, Dürr Samen, Stephan Schwenk, Bayernstraße 24, 72768 Reutlingen, Tel. 0 71 21 / 6 37 99, info@dürr-Samen.de und ebenso Volmary GmbH, Kaldenhofer Weg 70, 48155 Münster, Tel. 02 51 / 27 07 01 00, info@volmary.com.