Die Stuttgarter Polizei will die Bevölkerung zu mehr Zivilcourage ermutigen. Foto: dpa

Die Stuttgarter Polizei wirbt auf Stadtbahnzügen mit Verhaltenstipps. Damit soll die Bevölkerung ermutigt werden, im Falle eines Falles Zivilcourage zu zeigen.

Stuttgart - Mit der Kampagne „Tu was“ will die Polizei für Zivilcourage werben und hat am Donnerstag zwei mit Verhaltenstipps bedruckte Stadtbahnzüge in Stuttgart vorgestellt. „In jedem Fall ist es immer besser, die Polizei unter 110 zu verständigen, als nichts zu tun“, sagte Harald Schmidt, Geschäftsführer der polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes.

Vor einigen Wochen hatte ein Angriff mit einem Schwert in Stuttgart die Frage aufgeworfen, wie man sich als Zeuge eines Gewaltverbrechens richtig verhält. In Hinblick auf Videos, die Zeugen von der grausamen Tötung in der Öffentlichkeit gemacht hatten, betonte Schmidt, dass die Veröffentlichung strafbar sein könne. Er wies zugleich darauf hin, dass das Dokumentieren von Straftaten den Ermittlern helfen kann. „Ganz wichtig hierbei ist aber: Bringen Sie sich dadurch nicht in Gefahr.“

„Gewalt, Vandalismus, Belästigung und Diskriminierung geht jeden etwas an“, so der Vorsitzende der polizeilichen Kriminalprävention, Gerhard Klotter. Dazu reiche oft schon ein lautes Wort oder Umstehende zur Mithilfe aufzufordern, um Täter zu stoppen und Opfern zu helfen.

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