Kater Fritzi erholt sich in seinem Körbchen. Der Bauch ist geschwollen. Foto: Ricklefs

Nach der brutalen Attacke in Stuttgart-Untertürkeim erholt sich Kater Fritzi langsam von den Tritten. Unterdessen bietet die Tierrechtsorganisation Peta 1000 Euro für Hinweise zur Tat.

Stuttgart - Ein Unbekannter hat am Mittwochabend vergangener Woche den dreijährigen Kater „Fritzi“ in Untertürkheim brutal in den Bauch getreten (wir berichteten). Das rot-weiße Tier, das in seiner Nachbarschaft eigentlich beliebt ist und an Markttagen seinen Haltern durch die Widdersteinstraße folgt, erlitt schwere Verletzungen und verlor viel Blut.

Die Katzenhalter hatten den Kater vor Schmerz schreiend in einem Gebüsch auf ihrem Grundstück gefunden. Da er Blutergüsse und einen geschwollenen Bauch hatte, schließt die behandelnde Veterinärin der Tierklinik Stuttgart einen Unfall aus. Die Tierhalter erstatteten Anzeige gegen unbekannt bei der Polizei. Um die Suche nach dem Täter zu unterstützen, setzt die Tierrechtsorganisation Peta nun eine Belohnung in Höhe von 1000 Euro für Hinweise, die zu seiner Verurteilung führen, aus.

Peta will die Tat aufklären

„Bitte helfen Sie mit, diese brutale Tat aufzuklären“, appelliert Judith Pein im Namen von Peta. „Der Täter muss für sein gewaltsames Vorgehen zur Rechenschaft gezogen werden. Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach Paragraph 17 des Tierschutzgesetzes und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden. Wer einem wehrlosen Tier so rücksichtslos Schmerzen zufügt, der schreckt möglicherweise auch nicht vor Gewalttaten gegenüber Menschen zurück.“

Psychologen, Gesetzgeber und Gerichte sind sich mittlerweile einig, dass Vergehen an Tieren vermehrt Aufmerksamkeit verlangen. Aggressionsforscher Dr. Christoph Paulus von der Universität des Saarlandes dazu: „Geschätzte 80 bis 90 Prozent aller extremen Gewalttäter haben vorher bereits Tiere gequält.“ Über den Zusammenhang von Tierquälerei und Gewalttaten klärt PETA in der Broschüre „Menschen, die Tiere quälen, belassen es selten dabei“ auf, die als Informationsquelle für Staatsanwälte, Richter, Polizeibeamte und Sozialarbeiter dient.

Die Polizei nimmt unter der Telefonnummer 0711/8990-4330 Hinweise entgegen. Zeugen können sich ebenso telefonisch unter 01520/7373341 oder per E-Mail unter whistleblower@peta.de melden – auch anonym.

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