Tierischer Fahrgast in der S 1 Ausreißer-Katze wartet auf ihre Besitzer

Von Alexandra Belopolsky 

Ein Nickerchen in der S 1? Warum nicht. Foto: Patrick Maurer
Ein Nickerchen in der S 1? Warum nicht. Foto: Patrick Maurer

Eine rothaarige Katze hat es sich am Dienstagmorgen in der S 1 gemütlich gemacht. Mittlerweile ist die Ausreißerin im Tierheim Botnang. Ihre Identität haben die Mitarbeiter des Tierheims anhand einer Tätowierung festgestellt.

Stuttgart - Eine flauschige Überraschung erwartete am Dienstagmorgen die Fahrgäste der S-Bahn-Linie  1. An der Haltestelle Herrenberg stieg eine rothaarige Katze ein, breitete sich auf einer Sitzbank aus und fuhr wie selbstverständlich mit. Nachdem die Passagiere den Lokführer über die Schwarzfahrerin informiert hatten, rief er seine Kollegen von der Deutschen Bahn an. Die DB-Mitarbeiter stiegen am Hauptbahnhof ein und überredeten die Katze, mit ihnen an der Haltestelle Stadtmitte auszusteigen. Von dort hat sie der Tiernotdienst abgeholt und ins Tierheim Botnang gebracht. Ihre Identität haben die Mitarbeiter des Tierheims anhand einer Tätowierung festgestellt. Die kleine Ausreißerin wartet nun darauf, von ihrer Familie abgeholt zu werden.

Es ist nicht das erste Mal, dass Tiere die Dienste der S-Bahn ohne Ticket in Anspruch nehmen. Vergangenen November versuchte die Mischlingshündin Luna ihrem Herrchen in einem Zug zu entfliehen. Als der Mann in seinem Schrebergarten im Bereich Backnang arbeitete, rannte Luna weg und stieg – selbstverständlich, ohne das für Hunde obligatorische Kinderticket zu lösen – in eine S-Bahn ein. Nach einer erfolglosen Suche nach der Ausreißerin wurde sie schließlich im S-Bahn-Bereich des Stuttgarter Hauptbahnhofs von DB-Mitarbeitern entdeckt und festgehalten. Die Bahnmitarbeiter übergaben sie Bundespolizisten, die ihre Identität anhand ihrer Hundemarke feststellten. Das Herrchen durfte Luna auf der Dienststelle der Bundespolizei wieder in Empfang nehmen.

Allerdings sind solche Fälle die Ausnahme, sagt der Pressesprecher der Deutschen Bahn. In der Regel fahren pelzige Passagiere nur in Begleitung eines Frauchens oder Herrchens mit.

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