Aylin Güngör vom Tierschutzverein Schorndorf und ihr Team sorgen dafür, dass ihre Schützlinge in einem geeigneten Umfeld landen. Foto: Weingand / STZN

Die Rottweilerhündin Daisy, der verspielte Kater Mogli, die alte Rennmaus Wladimir und viele andere Tiere haben eines gemeinsam: Sie warten im Tierheim Schorndorf auf liebevolle neue Herrchen oder Frauchen.

Schorndorf - Seine Freude ist riesig: Der 45-Kilogramm-Mischlingsrüde Bator springt mit einem Satz fast bis an die Decke, als Aylin Güngör die Tür öffnet. Doch kaum hat ihn die Leiterin des Tierheims Schorndorf an die Leine gelegt, bleibt er wie eine Eins sitzen und lässt sich für unsere Bilderstrecke porträtieren. Zusammen mit seinen tierischen Mitbewohnern wartet er auf ein neues Zuhause – und im Falle von Bator auf Besitzer mit einiger Erfahrung: „Er ist noch jung und ungestüm, am besten wäre es, wenn seine neue Familie mit ihm in die Hundeschule ginge, damit er da Energie ablassen kann“, erklärt Güngör. Welche Tiere derzeit (Stand: 6. Oktober 2017) in Schorndorf ein Zuhause suchen, sehen Sie in unserer Bildergalerie.

Die Tiere werden im Tierheim Schorndorf nicht an jeden abgegeben

Rund vier Wochen bleiben Tiere meist im Tierheim beim Tierschutzverein Schorndorf und Umgebung, bis ein neuer Besitzer für sie gefunden wird. Denn auch wenn Güngör und ihr Team froh sind um jeden vermittelten Schützling, geben sie die Tiere nicht gleich ab – und nicht an jeden. „Bei den Kaninchen ist der Auslauf zum Beispiel Vertragsgrundlage“, erklärt die Tierheimchefin.

Und wer einen Hund aus dem Tierheim mitnehmen will, sollte vorher ein paar Mal kommen und mit seinem möglichen neuen Gefährten Gassi gehen – so lernen sich beide kennen, und der Interessent erfährt, dass ein Hund nicht nur Spiel und Spaß, sondern auch Arbeit und Spaziergänge im Regen bedeuten kann.

Mit rund fünf Hunden, mehr als 100 Katzen und etwa 20 Kleintieren pro Jahr ist das Schorndorfer Tierheim eines der kleineren Sorte. Die Zeit, genauer hinzusehen, nimmt man sich daher. Schließlich soll es den Tieren gutgehen – da kann es durchaus sein, dass jemand vom Tierheimteam hinterher vorbeischaut, um zu überprüfen, ob die Besitzer mit ihrem neuen Gefährten zurechtkommen.

Der aktuelle Exot heißt Wladimir – und ist eine uralte Rennmaus

Immer wieder kommen dem Tierschutzverein auch Exoten unter. „Wir hatten letztes Jahr 15 Schildkröten“, erzählt Güngör. Die Tiere hatten Glück: Die gelernte Tierarztfachangestellte Güngör hat eine ganze Weile in einer Reptilienpraxis gearbeitet und kennt sich aus. Auch eine Bartagame, die eines Tages gebracht wurde, war deshalb kein Problem.

Der jetzige Exot heißt Wladimir und ist mit seinen vier Jahren für eine Rennmaus schon ein „Mäusemethusalem“. „Sein Partner ist gestorben und er sollte seine letzten Tage nicht allein verbringen“, meint Güngör. Wenn man sich ansieht, wie fit Wladimir noch im Käfig herumklettert und wie drollig er sein Futter in den Vorderpfoten hält, sollte doch auch für ihn noch ein Zuhause mit anderen Rennmäusen zu finden sein.

Wer sich vorstellen kann, Wladimir oder ein anderes Tier aus dem Tierheim Schorndorf aufzunehmen, kann sich über dieses Kontaktformular (hier klicken) oder an die Telefonnummer 0 71 81 / 6 85 73 bewerben.

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