Thüringen wählt Ende Oktober einen neuen Landtag. Der CDU-Landesvorsitzende Mike Mohring will Ministerpräsident werden. Warum Mohring trotzdem so offen mit seiner Krebserkrankung umgeht, sagt er im Video.

Stuttgart - Spitzenpolitiker, die eine Krankheit öffentlich machen? Das galt lange Zeit als Schwäche. Aus Angst, Wählerstimmen zu verlieren, schwiegen viele lieber. Allmählich aber zeichnet sich ein Wandel ab. So sprach in den letzten Monaten zum Beispiel die scheidende Linken-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht offen darüber, wie Dauerstress ihrer Gesundheit geschadet hat.

Mike Mohring, Landesvorsitzender der CDU in Thüringen, hatte im Januar in einem Facebook-Video öffentlich gemacht, dass er an Krebs erkrankt ist. Er bat in dem Video um Rücksichtsnahme und Pietät. „Die Ärzte gehen davon aus, dass die Heilungschance bei 95 Prozent liegt“, sagte Mohring im Januar. Das Video wurde inzwischen knapp 60.000 Mal angesehen, viele Menschen kommentierten es auf der Online-Plattform.

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Mohrings Schritt an die Öffentlichkeit war mutig. Im Video-Interview bei einem Besuch in unserer Redaktion berichtet er, was seitdem passiert ist und welche Reaktionen er nach seinem Facebook-Post erlebt hat.

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