Kritischer Zeitgenosse und Ex-Kicker des VfB Stuttgart: Thomas Berthold Foto: dpa

Thomas Berthold, Fußball-Weltmeister von 1990 und ehemaliger Spieler des VfB Stuttgart, spricht in der Sendung „Sport im Dritten“ darüber, wie es für den VfB jetzt nach dem Sieg gegen Hannover 96 weitergeht.

Stuttgart - Thomas Berthold (54) war bei „Sport im Dritten“ ein unterhaltsamer Gast. Als er gefragt wurde, wer sein verrücktester Mitspieler war, fiel ihm sofort der Name Thorsten Legat ein („ein lustiger Vogel“). Aber vor allem ging es bei seinem Auftritt auch um den 5:1-Erfolg seines Ex-Vereins VfB Stuttgart gegen Hannover 96.

Für Berthold ist der VfB nach diesem Sieg aus dem Gröbsten raus. „Der VfB war von Anfang an gut drin im Spiel, und Hannover hat sich wie ein Absteiger präsentiert – das war gar nix“, sagte der ehemalige Nationspieler und kam zu dem Ergebnis: „Für den VfB war es erstmal wichtig, dass er wieder einen Dreier eingefahren und den Abstand nach unten vergrößert hat. Letztlich geht es jetzt gegen Schalke und Augsburg um die Plätze 14, 15 und 16“, meinte Berthold, der damit glaubt, dass die direkten Abstiegsplätze möglicherweise keine Gefahr mehr darstellen für den VfB. Ganz im Gegensatz zu Hannover 96. „Also wie da die Abwehrspieler weggegangen sind, das sieht man sehr sehr selten in der Bundesliga“ – so kommentierte der ehemalige VfB-Spieler den Führungstreffer des VfB, bei dem Mario Gomez völlig ungedeckt an der 16-Meter-Grenze den Ball annehmen konnte – und zum 1:0 traf.

Hitzlsperger kennt sich aus

An heilende Hände des neuen VfB-Sportvorstands Thomas Hitzlsperger nach zuletzt vier Punkten aus zwei Spielen glaubt Thomas Berthold indes nicht – und dennoch sieht er die Installierung des Ex-Spielers positiv. „Man hat sich dafür entschieden, jemanden aus dem Verein zu nehmen, was ich für richtig halte“, sagte Berthold. „Ich glaube schon, dass er das Umfeld und die Mannschaft kennt und sich gut einleben kann in das Thema.“

Die kommenden Aufgaben für den VfB sind derweil schwer: Es folgen die Spiele in Dortmund, gegen Hoffenheim und in Frankfurt. „Die Partie gegen Dortmund ist ein Bonusspiel, da sagt keiner was, wenn du verlierst. Das Spiel gegen Hoffenheim ist ein Derby, da muss man Präsenz zeigen und alles geben. Und Frankfurt wird ganz sicher ein schweres Spiel, weil sie athletisch und zurzeit gut drauf sind“, blickt Berthold in die nähere Zukunft des VfB Stuttgart.

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