Auch bei ihrer Show orientieren sich "Echoes" an Pink Floyd. Foto: Rockpictures.de

"Wir brauchen keine Bildung nicht"  - die Band "Echoes" interpretiert Pink Floyd-Sounds am 21. Februar im Theaterhaus in Stuttgart.

In Zeiten, in denen jeder die Bedeutung der Bildung betont, scheint es kaum vorstellbar, dass dereinst ein Song zum Hit avancierte, der mit der Zeile „We don’t need no education“ beginnt. Wobei sich gebildete Leute eingedenk der doppelten Verneinung ja gern darüber streiten, wie diese Zeile aus Pink Floyds „Another Brick in the Wall“ denn nun eigentlich gemeint ist. Und besonders gebildete Menschen wissen, dass „Another Brick in the Wall“ eigentlich aus drei Teilen besteht – der mit „We don’t need no education“ beginnende mittlere Teil ist am bekanntesten, weil er als Single ausgekoppelt wurde. Wer das garantiert weiß? Die Herrschaften der Echoes, die am 21. Februar im Theaterhaus zu hören sind. Die Tribute-Band um Sänger und Gitarrist Oliver Hartmann hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Sound von Pink Floyd in die Welt zu tragen.

Von psychedelischem Rock über Weltmusikexperimente bis zur Klassik

Dabei gibt es den einen Pink-Floyd-Sound gar nicht. Die Band durchlief Phasen vom psychedelischen Rock über Weltmusikexperimente bis zur Klassik. So wurde etwa „The DarkSide of the Moon“ – eines der meistverkauften Alben aller Zeiten – bei der Veröffentlichung 1973 skeptisch beäugt, weil es in den Augen vieler Kritiker zu konventionell, zu kommerziell daherkam. Roger Waters, der Ideengeber zur Platte und bis zu seinem Austritt 1985 gewissermaßen Kopf der Band, hatte die Frage, was einen Menschen in den Wahnsinn treiben könne, zum Thema des Albums gemacht, nachdem Syd Barrett die Band bereits 1968 aufgrund psychischer Probleme verlassen hatte.

2015 löste sich die Band auf

2015 löste sich die von Waters, Barrett, Richard Wright und Nick Mason gegründete Gruppe auf. Doch spätestens 2008, mit dem Tod von Wright, dem famosen Keyboarder und Sänger, war klar, dass auch legendäre Rockbands eines Tages verstummen. Umso wichtiger, dass ihre Kompositionen von Könnern wie den Echoes weitergetragen werden. Für deren Virtuosität spricht, dass sie bei Festivals bereits mit Größen wie Joe Cocker und The Sweet gespielt haben. Neben den Best-of-Titeln, die nicht fehlen dürfen, widmet man sich bei den Konzerten auch weniger populären Werken. Nicht nur akustisch gibt sich die Band originalgetreu: Auch die Show samt Scheinwerfern und Videoprojektionen ist den Live-Auftritten der Vorbilder nachempfunden.

Pink Floyd performed by Echoes: 21. Februar, 20 Uhr, Theaterhaus, Tickets unter 07 11 / 84 96 16 72.

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