Arnd Zeigler hat sich früh mit dem Fußball-Virus infiziert. Foto: WDR

Nicht im Fernsehen, sondern auf der Bühne: „Zeiglers wunderbare Welt des Fußballs“ ist am 27. November im Theaterhaus in Stuttgart zu sehen. Eine gemütliche Show - nicht nur für eingefleischte Fans.

Dass Arnd Zeigler einmal zur Koryphäe für die verrückten und absurden Seiten des Fußballs werden würde, war so nicht abzusehen.

Fußball war für den kleinen Arnd nämlich zunächst deswegen interessant, weil er wie seine großen Brüder abends vor dem Fernseher sitzen wollte, statt ins Bett zu gehen. Und weil die eben Fußball guckten, täuschte er großes Interesse an der Materie vor, einfach, um dabeibleiben zu können. Spätestens als Neunjähriger war er aber dann tatsächlich mit dem Fußball-Virus infiziert. „Das ist ein gutes Alter, um einer Sache zu verfallen“, findet Arnd Zeigler. „Wenn man als Kind eine Leidenschaft für etwas entwickelt, merkt man sich Dinge, die man auch als Erwachsener nicht vergisst.“

Jede Menge Fakten, Namen und Anekdoten hat Zeigler aus diesem Grund heute präsent, was seiner Sendung „Zeiglers wunderbare Welt des Fußballs“, die wöchentlich von WDR ausgestrahlt wird, zugutekommt. „Das muss einfach wach getriggert werden“, sagt er und lacht.

Er tourt seit einem Jahr

Seit einem Jahr gibt es ihn aber nicht nur auf dem Bildschirm, sondern er tourt auch durch die Lande und unterhält das Publikum live unter dem Motto „Dahin, wo es wehtut“. Was er sehr genießt: „Bei den Live-Auftritten habe ich Kontakt zum Publikum und bekomme ein direktes Feedback. Das habe ich sonst nicht.“

Ihm macht es vor allem Spaß, gemeinsam mit anderen Fußballverrückten herumzuspinnen und vielleicht auch einmal auf Reaktionen zu warten. „Das ist eine wunderschöne Wechselwirkung.“ Und wenn er dann noch Menschen begeistern kann, die von Haus aus eigentlich gar nicht so viel mit dem runden Leder am Hut haben, freut ihn das besonders.

Gemütliche Atmosphäre

Auch wenn die Bühne in der Regel größer ist als sein heimisches Wohnzimmer in Bremen, von wo die Sendung live ausgestrahlt wird, ist die Atmosphäre gemütlich. Ein Double seines Schreibtisches ist immer mit unterwegs, auf einer großen Leinwand werden die Szenen gezeigt, über die er plaudert. Wo er die herbekommt? Er pflegt engen Kontakt zum Archiv des WDR, auch zum Bundesliga-Archiv. Inzwischen bekommt er manchmal Hinweise vom Archivar oder von Mitgliedern seines Produktionsteams, mit dem er schon lange zusammenarbeitet. „Wir sind auf einer Wellenlänge“, sagt er. Da habe sich auch ein gewisser archäologischer Ehrgeiz breitgemacht, merkt er schmunzelnd an.

Er liebt es, mit seinem Publikum Spaß zu haben. Und ganz nebenbei, verrät er, stellt man fest, dass der Fußball in mancher Hinsicht sogar ein echter Spiegel der Gesellschaft sein kann.

Arnd Zeigler: 27. November, 20 Uhr, Theaterhaus, 07 11 / 84 96 16 72

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