Aus Norwegen beim Theaterfestival Terrorisms in Stuttgart: Szene aus „We chew on the bones of time“ Foto: Garmann

Das Theaterfestival „Terrorisms“ lädt junges Publikum zum Mitdenken ein. Das internationale Festival mit Gastspielen aus Oslo, Belgrad und Tel Aviv findet vom 24. bis 28. Juni in Stuttgart statt.

Stuttgart - Wie verändern terroristische Aktivitäten unseren Alltag, den Alltag der Künstler? Solche Fragestellungen bewegen von diesem Mittwoch an das FestivalTerrorisms/Terrorismen“, zu dem der Stuttgarter Schauspielintendant Armin Petras gemeinsam mit Theatern aus Oslo, Belgrad, Tel Aviv und Reims einlädt. Weil die unterschiedlichsten Formen von Terrorismus ins Leben jedes Einzelnen hineinspielen, ist „Mitmachen“ bei diesem internationalen Theaterfestival ausdrücklich erwünscht und ein eigener Punkt im Programmheft.

Besonders junge Menschen, die das Festival intensiver erleben möchten, sollen sich vom „Parcours“-Angebot angesprochen fühlen. Es bereitet an jeweils zwei Tagen zwei der Vorstellungen verschiedener Gastensembles in theaterpraktischen Workshops vor und vertieft Gesehenes sowie beispielhafte Themenkomplexe. Um „Kunst und Terror“ oder „Freiheit und ­Sicherheit“ geht es in Vorträgen oder ­Diskussionen mit den Künstlern. Im ­Anschluss an die Stücke gibt es Gespräche über die spezifische Situation in den einzelnen am Festival beteiligten Länder. Karten für „Parcours“ gibt es online und an der Theaterkasse zum Preis von 38 Euro (ermäßigt: 18 Euro).

Eine andere Möglichkeit, sich aktiv mit den Fragen von „Terrorisms“ auseinanderzusetzen, ist der Festival-Blog. Junge Journalisten, Schüler und Studenten werden auf der Internetseite des Festivals dessen thematische Schwerpunkte begleiten. Um die Zusammenhänge von Kunst und Terror, von Freiheit und Sicherheit wird es da gehen, verschiedene Perspektiven und Formen sind ebenso gefragt wie Eindrücke und Momentaufnahmen.

Die Produktionen, die das Festival bis zum Sonntag zeigt, sind an Häusern entstanden, die wie das Schauspiel Stuttgart Mitglied der europäischen Theatervereinigung Union des Théâtres de l’Europe sind: am norwegischen Nationaltheater Oslo, am israelischen Nationaltheater Tel Aviv, am Nationaltheater Belgrad und an der Comédie de Reims. Hier wurden über die vergangenen beiden Spielzeiten hinweg insgesamt fünf Uraufführungen erarbeitet, die sich mit dem Themenfeld „Terrorismus“ beschäftigen. Ausgehend vom Phänomen realer oder fiktiver Gewalt, suchen die Theaterproduktionen nach den länderspezifischen Bedeutungsebenen des Themas. In Stuttgart kommen die Inszenierungen nun zu einer europaweit einmaligen Gesamtpräsentation zusammen, deren Aktualität durch jüngste Entwicklungen nicht größer sein könnte.

www.terrorisms-festival.com

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