Jörg Pauly und Bernhard Linke sind ab dem 13. Oktober wieder im Theater der Altstadt zu sehen. Foto: Sabine Haymann

Die Schauspieler wollen wieder auf die Bühne – natürlich unter strenger Berücksichtigung der AHA-Regeln. Diesen wurde nun der neue Spielplan des Theaters der Altstadt angepasst. Er ist reduziert auf kleine Kostbarkeiten, die sonst eher im Studioprogramm zu finden sind.

„Auch wenn das kulturelle Leben in letzter Zeit fast zum Erliegen gekommen ist, hoffen wir sehr darauf, dass der Kuss des Prinzen, nämlich des Publikums, uns wieder lebendig werden lässt, um gemeinsam Zeit zu verbringen und uns gegenseitig zu bereichern“, wünscht sich Susanne Heydenreich, die Intendantin des Theater der Altstadt.

„Die Frage, wie und ob das Theater systemrelevant ist, lässt sich wohl erst dann beantworten, wenn wir diese Krise in gemeinsamer Verantwortung überwunden haben“, sagt sie. „Von Bildung und Kultur kann man nicht abbeißen, sie machen allenfalls den Kopf satt und wärmen die Seele. Umso schöner ist es, dass unser Bundespräsident sagte, Kultur sei durchaus ein Lebensmittel. Sobald es im Herzen trist wird, kann die vielfältige Kultur helfen zu gesunden.“

Sie alle wollten wieder spielen, sagt die Intendantin – natürlich unter strenger Berücksichtigung der AHA-Regeln. Diesen wurde nun der neue Spielplan angepasst: „Er sollte ganz anders sein, jetzt reduziert er sich auf kleine Kostbarkeiten, die sonst eher im Studioprogramm zu finden sind: mit wenigen Darstellenden, aber inhaltlich nicht weniger nahrhaft als ein ensemblereiches Menü“, verspricht sie.

Jörg Pauly ist im Oktober wieder im Theater der Altstadt zu sehen

Bis zum 11. Oktober spielt Monika Hirschle ihr Soloprogramm „Gell, Sie sen’s?“. Ab 16. Oktober kommt dann „Kunst“ als Wiederaufnahme zurück auf die Bühne – Jasmina Rezas geistreiche Komödie um drei Männer, denen es darum geht, wie viel weiße Kunst auf weißer Wand kosten darf, beziehungsweise, was Freundschaft bedeutet und wie wertvoll sie ist. Auch „Die Frau in Schwarz“ treibt ihr Unwesen ab dem 13. Oktober noch einmal – der Abend bewegt sich zwischen erzählerisch genutzter Fantasie mit Vergnügen an der Darstellung, schadenfrohem Lachen, Grusel und irgendwann Erschrecken.

Als „Die Knef“ kommt Susanne Heydenreich ab Ende Oktober wieder mit „Eins und eins – das macht zwei“ auf die Bühne. Sie sagt: „Jeder Abend ist etwas anders, weil das Publikum immer mitspielt . . .“  Am 4. Dezember betreten der berühmte Dramatiker George-Bernard Shaw sowie die damals nicht weniger bekannte Schauspielerin Stella Patrick-Campbell die Bühne und liefern sich in ihrem weltberühmten Briefwechsel einen sowohl leidenschaftlichen als auch höchst unterhaltsamen Schlagabtausch.

Die letzte Premiere des Jahres am 30. Dezember gilt den klugen, manchmal in die Tiefe der Seele blickenden Texten von Heinz Erhardt, dessen Vorbilder Erich Kästner, Christian Morgenstern und Joachim Ringelnatz waren.

Info: Tickets unter 07 11 / 99 88 98 18 sowie über die Homepage.

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