Rebecca Selje bei ihrer „Blind Audition“ für die TV-Castingshow Foto: Voice of Germany

Rebecca Selje war bei der Castingshow „The Voice of Germany“ dabei. Wie ist es ihr dabei ergangen, und wie geht es nun für sie weiter? Fakt ist: Etwas hat sich für die junge Frau seither verändert.

Filder - Ich war sehr nervös, ich glaube, ich war in meinem ganzen Leben noch nie so nervös“, sagt Rebecca Selje, als sie von ihrem ersten Auftritt bei der Castingshow „The Voice of Germany“ erzählt. Bei den sogenannten „Blind Auditions“ können die Jurymitglieder die Kandidaten anfangs nur hören, und nicht sehen. Gefällt ihnen das, was sie hören können sie mithilfe eines Knopfes ihren Stuhl herumdrehen und sich den Kandidaten anschauen. „Ich hatte mir vorgenommen, die ganze Zeit die Augen zuzulassen, damit ich nicht sehe, ob sich jemand herumgedreht hat oder nicht“, sagt die 22-Jährige.

Ganz geschafft hat sie es dann doch nicht: „Dabei habe ich gesehen, dass Rea Garvey sich umgedreht hat“, erzählt sie. Der irische Sänger ist Teil der Jury bei „The Voice of Germany“. Rebecca Selje erzählt weiter: „Da habe ich mich sehr gefreut, weil ich ihn so toll finde. Ich konnte mich dann nicht mehr so gut konzentrieren, aber für die nächste Runde hat es Gott sei Dank gereicht.“

„Man kann immer etwas dazu lernen“

Mit dabei bei den „Blind Auditions“ war auch Wolfgang Selje, Rebeccas Vater und ihr Vorbild in Sachen Musik. Wolfgang Selje ist selbst Sänger, tritt regelmäßig solo oder mit Orchestern auf und präsentiert regelmäßig „Seljes Open Stage“ in der Alten Mühle in Bonlanden. „Mein Vater singt, meine Mutter singt, bei uns zu Hause singen alle, so bin ich groß geworden, ich kenne es nicht anders“, erzählt die Tochter. „Ich hatte Gesangsunterricht, habe in Bands gesungen.“ Schon früh stand für sie fest, dass sie die Musik zu ihrem Beruf machen will. Derzeit studiert sie an der Musicalschule der Jungen Akademie Stuttgart. „Ich habe die Sendung immer mit meiner Mutter geschaut“, erzählt Selje, „und dann habe ich gedacht, ich probiere es einfach mal“. Die Castingshow sei eine Plattform, auf der man sich ausprobieren könne: „Man kann immer etwas dazu lernen“, sagt die 22-Jährige.

Rückmeldungen hat sie zu ihren Auftritten bei der TV-Castingshow schon viele bekommen. „Ich habe viele Nachrichten bekommen, Leute haben mir geschrieben, dass sie mich im Fernsehen gesehen haben“, erzählt sie, „auch Leute, die ich schon jahrelang nicht mehr gesehen habe“. Und bei ihrem Nebenjob im Café Fischers in Echterdingen und auf der Straße ist sie ebenfalls angesprochen worden. „Das ist wirklich cool,“ sagt sie, „aber irgendwie auch seltsam und unwirklich“.

„Ich habe es ihr gegönnt“

Die nächste Runde bei „The Voice of Germany“ bestand aus den sogenannten „Battles“, wo jeweils zwei Kandidaten gemeinsam ein Lied vortragen. Rea Garvey entscheidet dann, wer besser war. „Da bin ich leider nicht weitergekommen“, erzählt Selje. „Für mich war das aber total in Ordnung.“ Sie habe sich selbst das Ziel gesetzt, es bis zu den „Battles“ zu schaffen. „Und das habe ich erreicht“, sagt die 22-Jährige, „außerdem habe ich es meiner Battle-Partnerin Lea sehr gegönnt, weiterzukommen“.

Nun geht es für Rebecca Selje erst einmal weiter mit dem Musicalstudium. „Ein Jahr habe ich noch“, sagt sie, „dann bin ich fertig“. Vielleicht will sie danach noch eine staatliche Schauspielausbildung machen, das steht noch nicht ganz fest. Weiterhin singen wird sie aber auf jeden Fall – egal ob im Fernsehen oder nicht.

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