Die Polizei hat gemeinsam mit Auszubildenden der Stadt Bietigheim-Bissingen mehrere Testkäufe durchgeführt. Nur in zwei Fällen erhielten die Jugendlichen die gewünschte Ware.
Das Polizeirevier Bietigheim-Bissingen hat am Dienstag gemeinsam mit Auszubildenden der Stadt mehrere Testkäufe durchgeführt. Die Bilanz fällt unterm Strich positiv aus: Den Jugendlichen wurden lediglich in zwei Fällen die gewünschten E-Zigaretten verkauft.
14 Verkaufsstellen getestet
In Visier genommen wurden insgesamt 14 Verkaufsstellen für Alkohol und Nikotinprodukte, wie beispielsweise Gaststätten und Einkaufsmärkte. In den meisten Fällen wurden die Auszubildenden abgewiesen, in einer Tankstelle sowie einem Lebensmittelmarkt erhielten die 16-Jährigen jedoch die gewünschte Ware.
Dafür erwies sich einer der beiden Fälle als besonders drastisch: Bei der in einem Supermarkt verkauften Vape handelte es sich um eine Einmal-E-Zigarette mit 12.000 Zügen, die in der gesamten EU verboten ist. Das Verbot ergibt sich aufgrund der Überschreitung des Füllvolumens des Einwegproduktes, das in Deutschland auf 2 Milliliter beschränkt ist – und bei dem entdeckten Gerät deutlich überschritten wird.
Zigaretten ohne Steuerbanderole gefunden
Als die Beamtinnen und Beamten das Geschäft daraufhin näher unter die Lupe nahmen, entdeckten sie noch weitere solche verbotenen Vapes sowie mehr als ein Dutzend Stangen herkömmlicher Zigaretten ohne Steuerbanderole. Da nun der Verdacht auf steuerrechtliche Verstöße im Raum steht, werden die weiteren Ermittlungen vom zuständigen Hauptzollamt übernommen.
Bezüglich der Abgabe der Waren an unter 18-Jährige müssen die beiden betroffenen Verkaufsstellen mit Bußgeldverfahren rechnen.