Teslas Entscheidung für die Hauptstadtregion ist eine gute Nachricht für ganz Deutschland, meint Redakteur Thorsten Knuf.
Berlin - In Berlin und Brandenburg sind sie Hohn und Spott gewohnt. Bei zweifelhaften Vorzeigeprojekten ist in den vergangenen Jahrzehnten viel Geld in den märkischen Sand gesetzt worden, etwa zuletzt beim Flughafen BER oder einst beim Luftschiff-Hersteller Cargolifter. Jetzt scheint den Landespolitikern in Berlin und Potsdam aber ein Ansiedlungserfolg erster Güte gelungen zu sein: Der amerikanische Elektroauto-Hersteller Tesla will seine europäische Fabrik im Berliner Raum bauen, in der Hauptstadt selbst soll ein Forschungs- und Designzentrum entstehen. Es geht um Tausende neue Jobs.
In Berlin gibt es die notwendige Freiheit und die Fachleute
Die Entscheidung ist nicht nur eine gute Nachricht für Berlin und sein Umland, sondern auch für den Industriestandort Deutschland insgesamt. Internationale Investoren scheinen der Auffassung zu sein, dass dies der richtige Ort ist, um die Transformation der Verkehrs-, Energie- und Kommunikationssysteme in Angriff zu nehmen und gemeinsam zu denken. Hier gibt es die notwendige Freiheit und die Fachleute, die dafür notwendig sind. Sollte das Tesla-Projekt tatsächlich gelingen, wird für die deutschen Autohersteller ein starker Wettbewerber erwachsen. Bange müssen sie nicht sein, denn Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft.