Ein Selbstmordattentäter hat vor einem UN-Büro in der somalischen Hauptstadt Mogadischu eine Autobombe gezündet und mehrere Menschen getötet. Foto: dpa/StN/Fuchs/Quelle: BBC

Ein Selbstmordattentäter hat vor einem UN-Büro in der somalischen Hauptstadt Mogadischu eine Autobombe gezündet und mehrere Menschen getötet.

Mogadischu - Ein Selbstmordattentäter hat vor einem UN-Büro in der somalischen Hauptstadt Mogadischu eine Autobombe gezündet und 14 Menschen getötet. Unter den Todesopfern seien sieben Wachmänner eines privaten Sicherheitsdienstes, sagte der Polizeibeamte Mohamed Hussein am Dienstag. Der Angreifer habe versucht, mit seinem Fahrzeug durch die Schranke vor dem Büro zu rasen, doch das Wachpersonal habe auf den Wagen geschossen.

Zweiter Attentäter

Ein zweiter Selbstmordattentäter habe zudem einen Kontrollpunkt somalischer Sicherheitskräfte nahe dem Sitz der Afrikanischen Union in der Hauptstadt angegriffen, sagte der Polizeibeamte. Ob es hier Opfer gab, war zunächst nicht bekannt.

Die somalische Al-Shabaab-Miliz übernahm die Verantwortung für die Angriffe, wie der Radiosender Andalus berichtete. Auf sie war sofort der Verdacht gefallen. Die Extremisten wollen in Somalia ein islamisches Emirat errichten, das auf einer strikten Auslegung des Islam basiert. Dafür kämpfen sie gegen die von den Vereinten Nationen unterstützte Regierung.

Im Gegensatz zu vorherigen Anschlägen, für die Al-Shabaab verantwortlich gemacht wurde, hätten diesmal aber keine bewaffneten Angreifer den Selbstmordattentäter vor dem UN-Büro begleitet, sagte Hussein.

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